Facebook & Co sind keine rechtsfreien Räume

24. April 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Regeln gelten in der realen wie in der virtuellen Welt für Opfer und für Täter.

Die Hochspringerin Ariane Friedrich, die zudem Polizeikommissarin ist, muss wissen, dass man eine Beleidigung, die auch durchaus „Stalking“ sein kann, bei der Polizei anzeigt. Diese Anzeige kann auch online an eine Internetwache eines Landeskriminalamtes übermittelt werden.

Es ist ausschließlich Aufgabe der Polizei oder Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen zu tätigen. Das gilt für die reale Welt wie für die digitale Welt des Internets.

„Ich verstehe die emotionale Situation der Kollegin, trotzdem müssen wir uns an die Regeln halten. Es steht keinem Internetnutzer zu, jemand Anderen an den Internetpranger zu stellen, egal was vorher stattgefunden hat“, kritisiert der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz die Vorgehensweisee von Ariane Friedrich.

„Die andere Seite der Medaille ist, ob die Strafverfolgungsbehörden mit wirksamen kriminalistischen Ermittlungswerkzeugen ausgestattet sind, um solche Sachverhalte wie Stalking und Mobbing auch tatsächlich im Netz zu ermitteln und aufzuklären“, weist der BDK-Bundesvorsitzende auf die Probleme von gerichtsfester Identifikation im Netz und Nachvollziehbarkeit von stattgefundener Kommunikation hin.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.