Berlin spart, Kriminelle investieren und Bürger zahlen

23. April 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Auch wenn die Polizeiliche Kriminalstatistik nur bedingt aussagekräftig ist, zeigt sie zumindest mit der Spitze des Eisbergs, wo kriminelle Straftäter ihre Chancen konsequent nutzen.

Gut ausgerüstete und personell bestens ausgestattete Täter und Banden erkennen sehr wohl die Schwachstellen im System und wo es sich lohnt ohne großes Risiko Beute zu machen. Auch in Brandenburg wird dies deutlich.

„Es ist schon erschreckend wie seit Jahren die Verantwortlichen in der Politik das Personal und die Sachmittel bei der Kriminalitätsbekämpfung einsparen lassen und die Täter dagegen immer mehr in Technik und Personal investieren.“ sagt der Berliner Landesvorsitzende Michael Böhl

Der Schaden, der tatsächlich angerichtet wird, erscheint in keiner Statistik, denn um diesen z.B. im Bereich der organisierten Bandendiebstähle, Einbrüche, Betrügereien und der Wirtschaftskriminalität sowie Geldwäsche aufdecken zu können, fehlt das Personal.

Der Bürger muss mehr Geld für Sicherheit ausgeben, sieht sich steigenden Versicherungsprämien ausgesetzt und wahrscheinlich bald auch höheren Steuern, weil es kaum noch was zu sparen gibt.

Wenn die geplanten Personalkürzungen bei der Polizei tatsächlich umgesetzt werden, setzen wir Kriminalpolizisten als Kraftfahrer und Schreibkräfte ein, die so das Defizit bei der Ermittlungsarbeit noch vergrößern und den Tätern noch mehr in die Hände spielen.

„Diese politisch aufgezwungene kriminalistische Flickschusterei ist doch keinem Menschen mehr zu vermitteln. Wenn Berlin so sicher ist, wie immer behauptet wird und wir bei der Polizei sparen müssen, dann können die Politiker sicher auch auf ihren Personenschutz verzichten oder ihn selbst aus ihren Diäten finanzieren“ so Böhl weiter.

Der BDK fordert den Senat auf, endlich die Mittel zur Verfügung zu stellen, mit denen Kriminalisten auch Kriminalität bekämpfen und somit den Bürger schützen können!

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