SPD-Basis ignoriert Ängste der Polizei

21. April 2012 | Themenbereich: Polizei, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die GdP nimmt das Ergebnis des Mitgliederentscheids zur Kenntnis, zeigt sich jedoch enttäuscht darüber, dass die Ängste der Beamten mehrheitlich vom Tisch gewischt wurden. Dabei haben die Vorfälle jüngst in Berlin (gelöste Radmuttern an privaten KFZ von Polizeibeamten) erst wieder gezeigt, von welch hoher krimineller Energie mache Extremisten getragen werden. Bestimmte politische Gruppierungen schrecken vor nichts zurück, ihnen würde eine Kennzeichnung von Polizeibeamten in geschlossenen Einheiten noch entgegen kommen.

Die GdP vertraut trotz des nun vorliegenden Ergebnisses darauf, dass der Koalitionspartner CDU zu seinem Wort steht und es keine individuelle Kennzeichnung geschlossener Einheiten geben wird. Dies hat der Ministerpräsident der GdP erst am 18.04.2012 in einem Gespräch erneut versichert. Auch CDU-Fraktionschef Schröder betonte: „Eine derartige Kennzeichnung lehnen wir zum Schutz der Polizisten und ihrer Familien ab.“

Über nachfolgende Legislaturperioden lohnt es nicht zu spekulieren. Hier entscheiden im Jahre 2016 zunächst die Wählerinnen und Wähler des Landes, zu denen auch alle Polizistinnen und Polizisten gehören, welcher Partei sie vertrauen.

 

 

 

1 Kommentar
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  1. Ich bin nur ein Normalbürger und ich verstehe nicht, was an einer anonymen Nummer an einer Dienstuniform schlimm sein soll?
    So wie ich machen würde:
    Uniformjacke/-überzieher mit fest eingenähter 4 stelliger Nummer, diese Kennzeichnung (4 stellige Nummer) wird bei jedem Einsatz einem anderen Polizisten zugeordnet, die Zuordnung wird in internen Listen der jeweiligen Dienststelle festgehalten und ist somit nur für die Dienststelle/Staatsanwaltschaft einsehbar.
    Da bei jedem Einsatz diese Kennzeichnung einem anderen Polizisten zugeordnet wird, kann man nicht auf die Personen „hinter der Kennzeichnung“ schließen und da sie bei den Einsätzen „vermummt“ sind (Helm etc.), ist eine reale Identifizierung nur mit der Liste möglich!
    Bei „unvermummten“ Einsatzkräften braucht man lediglich das Konterfei des Polizisten, dann geht man bei „Facebook“ auf die Suche!
    … und das macht die Polizei genau so!

    Polizisten die notorisch die Grenzen überschreiten, müssen die Grenzen auch disziplinarisch Aufgezeigt werden dürfen!
    Passiert dies nicht und summieren sich die als ungerechtfertigt gefühlten „Übergriffe“ (seitens der Beamten) öffentlich, so wird das Ansehen der Polizei immer mehr geschädigt!
    Diese Ohnmacht führt zu gesteigerten Aggressionen, bei jedem neuen Einsatz … auf beiden Seiten!

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