Sicherheitskonzept „Regionale Sicherheit“ ist erfolgreich

20. April 2012 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Bei der Festnahme von insgesamt sechs bulgarischen mutmaßlichen Kupferdieben waren in der Nacht zum Donnerstag auch Polizisten aus dem Hessischen Landesprogramm „Regionale Sicherheit“ beteiligt. Nach einem Hinweis auf Kupferdiebe an einer Bahnstrecke bei Hadamar, konnte die Polizei nach einer Großfahndung, auch unter Beteiligung eines Polizeihubschraubers und der Bundespolizei, Tatverdächtige im Alter von 23 bis 56 Jahren festnehmen. Sie sollen kurz vor der Festnahme versucht haben Kupferkabel in beträchtlichem Umfang zu stehlen.

Seit 1. September 2011 verstärkt das hessische Innenministerium im Rahmen des Programms „Regionale Sicherheit“ die Basisdienststellen aller sieben Polizeipräsidien mit zusätzlichen Beamtinnen und Beamten aus der Bereitschaftspolizei. Das Sicherheitskonzept ist eine tragende Säule der hessischen Sicherheitsstrategie von Innenminister Boris Rhein.

Innenminister Boris Rhein: „Dieser Fahndungserfolg ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie erfolgreich die Sicherheitsoffensive und insbesondere das Programm „Regionale Sicherheit“ funktioniert. Wir haben seit vergangenen September regelmäßig bis zu 100 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich auf der Straße, um der Kriminalität in Hessen noch effektiver zu begegnen. Insbesondere freuen mich die Erfolge der Beamtinnen und Beamten bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität. Hier konnten sie 798 Delikte klären.“

Vom Landesprogramm „Regionale Sicherheit“ profitieren Polizeistationen und Polizeireviere genauso wie Tatortkommissariate oder die Kriminaldauerdienste. Die 100 Beamtinnen und Beamten sind im Zwei-Monats-Rhythmus in jeweils vier hessischen Polizeipräsidien eingesetzt. Dort unterstützen sie die Beamtinnen und Beamten vor Ort nachhaltig bei der Bekämpfung besonderer Kriminalitätsphänomene wie Diebstahlserien, Vandalismusschäden oder Drogenkriminalität an Brennpunkten.

Bis zum 31.03.2012 brachten die Beamtinnen und Beamten insgesamt 2084 Straftaten zur Anzeige, nahmen 610 Personen fest und klärten 1788 Delikte.

„Das Programm Regionale Sicherheit stellt einen deutlichen Mehrwert für die innere Sicherheit dar. Insbesondere ist der positive Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung durch die verstärkte Präsenz der Polizei im Land nicht zu unterschätzen“, so Minister Rhein abschließend.

 Hintergrund Sicherheitsstrategie:

Die von Innenminister Boris Rhein erstmals am 2. September 2011 vorgestellte Sicherheitsstrategie des Landes Hessen umfasst mehrere Säulen. Dazu zählt beispielsweise die:

Sicherheitsoffensive

Darin enthalten sind das Landesprogramm „Regionale Sicherheit“ und zusätzlich das Projekt „300 in drei Jahren“, das den Basisdienststellen 300 neue Stellen in drei Jahren garantiert.

 Länderübergreifende Kooperation

Hessen kooperiert hier gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland, beispielsweise auf dem Gebiet der Wasserschutzpolizei oder der Polizeiflugstaffel. Damit stellen alle beteiligten Bundesländer eine höhere Verfügbarkeit ihrer Polizistinnen und Polizisten sicher, legen einheitliche Standards fest und steigern zugleich die Qualität sowie die Kompetenz auf dem Gebiet der Kriminalitätsbekämpfung.

Bekämpfung Terrorismus/Extremismus

Die kontinuierliche Beobachtung und die Analyse von rechtsextremistischen, linksextremistischen und islamistischen Netzwerken sind bei den strategischen Vorhaben genauso wichtige Eckpunkte, wie die behördenübergreifende Zusammenarbeit, das Anstoßen von gesetzlichen Initiativen und die Prävention. Seit 01. Februar 2012 stehen zudem 300 hochqualifizierte Mitarbeiter bei den Spezialeinheiten und Spezialkräften zur Verfügung. Hessen ist damit bundesweit das Land mit dem anteilsmäßig größten Personalbestand in diesem Bereich. Dazu zählen neben den Spezialeinsatzkommandos in Frankfurt und Kassel auch vier mobile Einsatzkommandos (MEK), wobei ein MEK auf den Staatsschutz spezialisiert ist.

 

 

 

 

 

 

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