Opferschutz gestärkt

17. April 2012 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat heute ein positives Fazit der Arbeit der zentralen Anlaufstelle für kindliche Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten in Augsburg gezogen: „Es freut mich, dass die Arbeit der zentalen Anlaufstelle angenommen wird. Sie hat sich inzwischen fest etabliert!“

Bei der Stelle, die seit 2005 existiert, erhalten Kinder, die zu Opfern geworden sind, schnell und unbürokratisch Informationen über die vorhandenen Hilfsprojekte. Auch in den letzten beiden Jahren haben sich wieder zahlreiche Hilfesuchende dorthin gewandt. Im Jahr 2011 verzeichnete die Anlaufstelle 229 (Vorjahr 2010: 263) Fälle, darunter 32 (Vorjahr 2010: 38) Fälle, die sexuellen Missbrauch zum Gegenstand hatten, und 12 (Vorjahr 2010: ebenfalls 12), in denen es um Misshandlung ging.

Merk weiter: „Kindern, die Opfer von Missbrauch und Gewalt geworden sind, zu helfen, zählt für mich zu den wichtigsten Aufgaben des Staates! Angebote gibt es Gott sei Dank viele. Doch gerade für junge Menschen, die bedroht, geschlagen oder sexuell missbraucht worden sind, ist es angesichts der Vielzahl nicht immer einfach, herauszufinden: Wo kann ich mich hinwenden? Welches ist das richtige Hilfsangebot für mich? Den jungen Opfern dabei zu helfen, sie bei der Hand zu nehmen, das hat für mich höchste Priorität!“

Genau hier setzt die Arbeit der zentralen Anlaufstelle an. Sie berät junge Opfer und vermittelt ihnen geeignete Hilfsangebote. Denn an die bekannten staatlichen Stellen wie Polizei und Jugendamt wenden sie sich häufig nicht, weil sie nicht einschätzen können, welche Folgen das für sie und ihre Familie hätte und was sie damit „lostreten“.

Merk: „Auf diese Weise reichen wir auch denen eine helfende Hand, die von sich aus vielleicht nie zur Polizei oder Staatsanwaltschaft gegangen wären und im Stillen gelitten hätten, statt Hilfe in Anspruch zu nehmen!“

 

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