Professor Waller fordert ausgewogene Investitionen in bewährte Kriminalprävention

16. April 2012 | Themenbereich: Prävention | Drucken

Der international renommierte Kriminologe Professor Dr. Irvin Waller lehrt an der Universität Ottawa und hält den wissenschaftlichen Hauptvortrag in der Eröffnungsveranstaltung des 17. Deutschen Präventionstag am heutigen 16. 04. 2012 in München. Waller, der auch Präsident der Internationalen Organisation für die Unterstützung von Opfern (IOVA) kommt in seinem Vortrag u.a. zu folgender Einschätzung:  „Die Schäden, die Opfer aufgrund der derzeitigen Kriminalitätsrate erleiden, sind im 21. Jahrhundert untragbar. Wir haben zwingende und empirische Beweise dafür, dass Präventionsmaßnahmen verhindern, Opfer eines Verbrechens zu werden. Wir wissen, dass sich Investitionen in bewährte Präventionsmaßnahmen in Form einer geringeren Anzahl von Verbrechen aber auch in Form geringerer Kosten für den Steuerzahler auszahlen.

Wir setzen dieses Wissen aber nicht ausreichend in die Tat um, um die Anzahl der Opfer zu reduzieren. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass sich die Ausgaben für Präventionsmaßnahmen an die Ausgaben für die Reaktion auf Verbrechen angleichen. Die Regierung muss umdenken und ihre Investitionen verlagern, um den Wählern, die (potentielle) Opfer einer Straftat sind, das Recht auf Sicherheit – ein grundlegendes Menschenrecht – zu gewährleisten.“

Quelle: DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG

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