Jetzt sind die Soldaten,Beamten und Richter dran

16. April 2012 | Themenbereich: BundeswehrVerband, Interessenvertretungen | Drucken

Der Deutsche BundeswehrVerband begrüßt die Einigung bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausdrücklich. Doch damit ist nur der erste Schritt getan: „Jetzt kommt es darauf an, das Ergebnis zeit-, inhalts- und wirkungsgleich auf alle Empfänger von Besoldung und Versorgungsbezügen zu übertragen“, fordert Verbandschef Oberst Ulrich Kirsch.

Der Bundesvorsitzende machte deutlich, dass es keine Diskussionen und keine Verzögerungenbei der Einbeziehung des Besoldungsbereichs geben dürfe: „Soldaten, Richter und Beamte dürfen keinesfalls ausgeschlossen werden“, sagt Oberst Kirsch. Insgesamt sei der Tarifabschluss ein positives Ergebnis für die Beschäftigten. „Wenn es jetzt zu einem Lohnplus von 6,3 Prozent in zwei Jahren kommt, ist das ein gutes Ergebnis und ein positives Signal für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen.“ Der erzielte Kompromiss im Tarifbereich ermögliche damit den Anschluss an die allgemeine Entwicklung bei Löhnen und Gehältern in der Industrie und der Wirtschaft. Das Resultat liege nur knapp unter der Forderung des BundeswehrVerbandes von 6,5 Prozent, so der Bundesvorsitzende.

Die Gewerkschaft ver.di und die dbb-Tarifunion waren mit noch ambitionierteren Zielen in die Verhandlungen gegangen. Sie forderten eine lineare Erhöhung von 6,5 Prozent für zwölf Monate, mindestens aber um einen Sockelbetrag von 200 Euro. Der Kompromiss sieht vor, die Tarifeinkommen linear in drei Schritten um 3,5 Prozent (rückwirkend zum 1.März 2012), um 1,4 Prozent (ab 1. Januar 2013) und noch einmal 1,4 Prozent (ab 1. August 2013) zu erhöhen. Dazu kommen Veränderungen der Urlaubsregelung und Verbesserungen für die Auszubildenden.

Der BundeswehrVerband saß nicht am Verhandlungstisch. Jetzt kann er aber seine Stimme erheben: Der Dienstgeber ist aufgefordert, diesen Abschluss per Gesetz auf die Soldaten, Beamten und Richter zu übertragen. Da der Besoldungsbereich einen enormen Einkommensrückstand aufweist, darf es keine Abstriche geben. Auch eine Debatte, ob die Ruheständler einzubeziehen sind, kann sich der Bundesfinanzminister sparen.

Der Deutsche BundeswehrVerband wird dafür kämpfen, dass seine Mitglieder so schnell wie möglich mehr Geld in der Tasche haben. Ein Geschacher auf dem Rücken der Soldaten, Beamten und Ruheständler wird es mit uns nicht geben.

 

 

 

1 Kommentar
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  1. Wie schon im Artikel beschrieben, darf es keine Abstriche bei denn Soldaten gelten gemacht werden.
    Fazit Die Politik ist somit zu 100% gefordert.

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