Kriminalitätsentwicklung 2011: Positiver Trend der Vorjahre setzt sich weiter fort

13. April 2012 | Themenbereich: Kriminalität, Saarland | Drucken

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Innenminister Stephan Toscani am Donnerstag die Zahlen der Kriminalitätsentwicklung 2011 vor: „Die Zahl der im Saarland registrierten Straftaten hat sich im zurückliegenden Jahr erneut spürbar reduziert. Damit setzt sich der positive Trend des letzten Jahres fort. Wir haben hiermit den niedrigsten Stand des letzten Jahrzehnts und sind in diesem Zeitraum erstmals unter der Grenze von 70.000 Straftaten.“

„Auch das statistische Risiko, im Saarland Opfer einer Straftat zu werden, hat abermals abgenommen. Im bundesweiten Vergleich liegt das Saarland im vorderen Drittel“, so Stephan Toscani. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten pro 100.000 Einwohner, ging um 3,2 % zurück (2011: 6.807; 2010: 7.030).

Im Vergleichszeitraum ging die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt zurück und liegt nun bei 54,3 %. Es wurden 27.275 Tatverdächtige ermittelt.

Im Jahr 2011 betrug der durch Straftaten verursachte materielle Schaden 125,7 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr (120,4 Mio.) bedeutet dies einen Anstieg um 5,3 Millionen Euro (4,5 %).

Rückgänge der Fallzahlen in zahlreichen Deliktsbereichen

Die PKS verzeichnet für das Jahr 2011 erneut Rückgänge der Fallzahlen in den Straftatenhauptgruppen „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ (-14,7 %), „Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ (-5,3 %), „Diebstähle (-1,1 %) und „Sonstige Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (-4,5 %). „Straftat gegen das Leben“ (-16,2 %) und „Vermögens- und Fälschungsdelikte“ (-7,4 %) verzeichnen im zurückliegenden Jahr ebenfalls eine positive Entwicklung.

Auch das Fallaufkommen im Bereich der Jugendkriminalität, also der Gesamtheit aller Straftaten, begangen durch Tatverdächtige unter 21 Jahren, liegt im Trend der positiven PKS-Entwicklung. Hier gingen die registrierten Straftaten um 887 Fälle oder 9,8 % auf 8.136 Delikte zurück (2010: 9.023). Hier wurden 6.296 Tatverdächtige ermittelt (2010: 8.789).

Der Bereich „Strafrechtliche Nebengesetze“ (u.a. Rauschgiftdelikte, Waffengesetz sowie Delikte im Wirtschafts- und Umweltbereich) stellt im abgelaufenen Jahr 2011 die einzige Straftatenhauptgruppe der PKS, in der steigende Fallzahlen zu Buche stehen. So stieg die Zahl der registrierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr von 4.260 auf 4.333 Fälle (+1,7 %).

Bei der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) ist im Jahr 2011 mit 157 registrierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um insgesamt 8 Fälle bzw. 5,4 % zu verzeichnen (2010: 149).

138 Delikte entfallen auf den Bereich PMK-rechts (2010: 128). Davon sind 107 so genannte Propagandadelikte. 6 Delikte sind dem Bereich PMK-links (2010: 5) zuzuordnen und 6 dem Bereich PMK-Ausländer (2010: 5). Im Bereich „Sonstige Straftaten/nicht zuordenbar“ fiel die Zahl von 11 (2010) auf 7.

Der vom saarländischen Landespolizeipräsidium erstellte Bericht über „Stand und Entwicklung der Kriminalität im Saarland 2011“ bietet einen detaillierten Einblick in die Kriminalitätslage des vergangenen Jahres. Anhand zahlreicher Tabellen und Grafiken zeigt er Veränderungen auf und stellt Relationen dar.

 

 

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