Deutschland unterstützt Bergung der Lawinenopfer am Siachen-Gletscher

11. April 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Bei einem Lawinenunglück am Siachen-Gletscher im Hochgebirge Kaschmirs sind am Wochenende bis zu 135 pakistanische Militärangehörige von einer Lawine verschüttet worden. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ist in den frühen Morgenstunden ein sechsköpfiges Expertenteam des Technischen Hilfswerks (THW) zur Unterstützung der lokalen Rettungskräfte in Islamabad eingetroffen.

Hierzu erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (10.04.) in Berlin: „Die Nachricht von dem schrecklichen Lawinenunglück am Siachen-Gletscher in Kaschmir hat Außenminister Westerwelle erschüttert. Es ist für Deutschland selbstverständlich, Pakistan bei der Rettung seiner Soldaten zu unterstützen. Wir hoffen, dass es mit Hilfe der deutschen Rettungskräfte gelingen wird, Überlebende in der schwer zugänglichen Bergregion zu retten und die Toten zu bergen. Das Unglück zeigt erneut, welchen Preis die Konflikte der Region immer wieder fordern können. Die Bundesregierung setzt darauf, dass es gelingen kann, diese Konflikte möglichst bald auf politische Weise zu lösen.“

Die Entsendung der THW-Experten erfolgte auf Bitten der pakistanischen Behörden und wurde über das Osterwochenende innerhalb weniger Stunden umgesetzt. Der Weitertransport von Islamabad ins Unglücksgebiet hat sich wegen schwierigen Wetters verzögert und soll bei günstigen Witterungsbedingungen noch im Laufe des Tages erfolgen. Die deutschen Experten sind mit moderner Ortungstechnik, u.a. Wärmebildkameras und Gerätschaften zur akustischen Ortung ausgestattet.

Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes

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