BDK bei der Vizepräsidentin

11. April 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die Intervention des Landesvorsitzenden Michael Böhl bezüglich der Arbeitshinweise zur Mehrarbeitsvergütung und das daraus erwachsene Gesprächsangebot der Polizeivizepräsidentin, Margarete Koppers, (wir berichteten) führten zu einer Gesprächsrunde, an welcher zusätzlich der Leiter des LKA, Christian Steiof, der Leiter des für kriminalpolizeiliche Angelegenheiten zuständigen Stabsbereichs 13, Jörg Dessin, sowie die stellv. Landesvorsitzenden Thomas Spaniel und Marco Schmidt teilnahmen.

Die Polizeivizepräsidentin führte erneut aus, dass die Arbeitshinweise die Gesetzeslage abbildeten, derzeit aber an einem Gesamtkonzept gearbeitete werde, welches zum Jahresende 2012 vorliegen und zu Problemlösungen führen solle. Der BDK machte nochmals deutlich, zu welchen Nachteilen die derzeitige Regelung insbesondere bei Kolleginnen und Kollegen in stark durch Rufbereitschaften belasteten Dienststellen führt. Frau Koppers veranlasste noch in der Runde, dass die spezifischen Problematiken der Kriminalpolizei in die entsprechende Projektgruppe eingebracht werden sollen.

Neben der Ausgangsthematik wurde die Themenliste durch den BDK um weitere Frage- bzw. Problemstellungen erweitert, die im Vorfeld durch die Mitglieder an den Vorstand herangetragen wurden, wozu an dieser Stelle nochmals ausdrücklich ermuntert sei.

So warten beispielsweise die Kolleginnen und Kollegen bei VB I auf Informationen, in welchem Dienstzeitmodell sie ab Juli arbeiten werden. Frau Koppers gab dazu an, dass das weitere Vorgehen in Abstimmung mit dem GPR erfolge. Zur Ermöglichung einer halbwegs verlässlichen Dienstplanung und der Organisation familiärer und privater Belange bat der BDK die Vizepräsidentin eindringlich darum den betroffenen Dienstbereichen sehr zeitnah die entsprechenden Informationen zukommen zu lassen. Eine Rückkehr zum 12-Stunden-Dienst schloss die Vizepräsidentin im übrigen weiterhin aus.

Zur Problematik, dass zeitweise eine sachgerechte Anleitung der HWR-Absolventen in den Probezeitstationen (insbesondere VB I) nicht möglich war, da aufgrund der belastungsorientierten Verteilung diese überproportional bestimmten Direktionen zugeordnet wurden, teilte die Behördenleitung mit, dass die Verteilung der HWR-Absolventen auf die Direktionen nunmehr paritätisch erfolge und erst die Zuordnung der Probezeitbeender dann unter dem Gesichtspunkt der belastungsorientierten Personalverteilung erfolgen würde.

Ein weiteres Thema war die Frage, wie die Attraktivität der Spezialeinheiten im LKA gestärkt werden und geeigneter Nachwuchs gewonnen werden kann. Der BDK setzt sich für eine Erhöhung der Erschwerniszulage ein. Die Möglichkeit einer Erhöhung der Altersgrenze und ein Vorschlags- bzw. Auswahlrecht der betroffenen Beamten bezüglich der Verwendungsdienststelle vor Beendigung der Verwendung im LKA 6 sowie die Beschaffung der Spezialausrüstung waren ergänzende Erörterungspunkte.

Das neue Laufbahnrecht, das neue Beurteilungssystem, die Neubewertung von Stellen (insbesondere im LKA 11), die zukünftige Aufbauorganisation der Kriminalpolizei (Referate VB) in den örtlichen Direktionen und die Einsparforderungen seitens der Politik können an dieser Stelle nur als Themenstichpunkte wiedergegeben werden.

Quelle: BDK

 

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