Aufklärungsangebote für Jugendliche helfen im Kampf gegen antidemokratische Hetze

11. April 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Der Comic-Held „Andi“ des NRW-Verfassungsschutzes ist heiß begehrt. Deshalb gibt es ihn nun auch als App. „Unsere Aufklärungsangebote für Kinder und Jugendliche im Kampf gegen antidemokratische Bestrebungen werden damit auf ansprechende Weise ergänzt“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute (11.04.) in Düsseldorf.

Die drei Andi-Comics sind schon seit Langem ein wichtiger Baustein des Präventionskonzepts gegen antidemokratische Propaganda. „Sie helfen Schülerinnen, Schülern, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, im Schulalltag extremistische Propaganda als menschenverachtend und demokratiefeindlich zu entlarven“, meinte der Minister.

„Viele Jugendliche besitzen ein Smartphone. Deshalb ist es ein logischer Schritt, den Comic kostenlos und mobil anzubieten.“ Die App kann mit einem iPhone, Windows Phone oder Android-Betriebssystem genutzt werden.

Extremistische Gruppen versuchen zunehmend Einfluss auf Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Der Comic rund um den Protagonisten Andi, den der Verfassungsschutz NRW entwickelte, klärt Jugendliche informativ und unterhaltsam über antidemokratische Bewegungen auf.

„Unser Konzept stößt auf große Resonanz. Deshalb drucken andere Bundesländer unseren Andi-Comic nach“, erläuterte Jäger.

Auch das schulische Interesse an Andi-Comics ist seit Langem groß. Daher haben das Ministerium für Inneres und Kommunales und das Ministerium für Schule und Weiterbildung gemeinsam mit Fachlehrkräften aktuell eine Handreichung zum Comic „Andi 1“ mit dem Titel „Demokratie – Rechtsextremismus“ entwickelt. Die darin enthaltenen Unterrichtsentwürfe bieten eine Grundlage für die konkrete Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern und können je nach Zusammensetzung der Schülergruppe, der Schulform und der Unterrichtsreihe flexibel eingesetzt werden.

Nach einer Handreichung zum Bildungscomic „Andi 2“ mit dem Titel „Demokratie-Islam-Islamismus“ sei es konsequent und notwendig gewesen, auch entsprechende Unterrichtshinweise zum Thema Rechtsextremismus zu entwickeln, führte Schulministerin Sylvia Löhrmann aus und erklärte: „Eine verstärkte Prävention in der Schule ist wichtig. Sie trägt dazu bei, das Abgleiten von Kindern und Jugendlichen in die rechte Szene zu verhindern.“

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.