„Bewährungshelfer leisten Unverzichtbares für die Resozialisierung!“

10. April 2012 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Justizministerin Dr. Beate Merk hat heute in München die bayerischen Zahlen aus der Bewährungshilfestatistik des Jahres 2011 bekannt gegeben. Danach waren in Bayern am 31. Dezember 2011 24.683 Verurteilte einem Bewährungshelfer unterstellt. Gegenüber dem Vorjahr hat damit die Zahl dieser sogenannten Probanden um 0,71 % abgenommen.

7.362 Probanden standen dabei unter Führungsaufsicht. 1.697 Probanden zählten zu der Gruppe der sogenannten Risikoprobanden, weil bei ihnen ein erhöhtes Rückfallrisiko für Straftaten gegen Leib und Leben bestand.

Das Gericht unterstellt den zu einer Bewährungsstrafe Verurteilten der Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers, wenn das angezeigt ist, um ihn von Straftaten abzuhalten. Merk: „Die Tätigkeit eines Bewährungshelfers ist vielseitig und erfüllt eine doppelte Funktion: Betreuung und Unterstützung der Verurteilten einerseits, Kontrolle und Überwachung anderseits.“

Die Hilfe durch den Bewährungshelfer sei vor allem eine Hilfe zur Selbsthilfe, so die Ministerin weiter: „Es geht um Beratung, Unterstützung und praktische Hilfen bei persönlichen, finanziellen und anderen Alltagsproblemen. Egal ob beim Umgang mit Behörden, der Suche nach therapeutischen Einrichtungen oder Beratungsstellen (z. B. Suchtberatung, Schuldnerberatung, Ehe- und Erziehungsberatung) oder der Nutzung vorhandener oder zu schaffender Netzwerke – die Bewährungshelfer stehen ihren Probanden mit Rat und Tat zur Seite.“

Bei der Überwachung des Probanden sei insbesondere die Kontrolle der Erfüllung gerichtlich angeordneter Auflagen und Weisungen sowie die Überprüfung der Lebensführung (z. B. Wohnsituation, Arbeit/Ausbildung usw.) des Probanden wichtig. Nur so könne frühzeitig auf Gefährdungsmomente und Rückfallrisiken reagiert werden.

Merk abschließend: „Unsere Bewährungshelfer tragen eine hohe Verantwortung. Ihre Arbeit ist für die Sicherheit der Bevölkerung unverzichtbar und verdient daher unseren allergrößten Respekt!“

 

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