Ohne Wissen lässt es sich gut kritisieren

4. April 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Für den Besitz von Kinderpornografie allein geht kaum jemand in Untersuchungshaft. Sexueller Missbrauch (Fotografieren eines nackten Kindes) ist ein Vergehen nach dem StGB mit geringer Strafandrohung .Ermittler sind keine Therapeuten.

„Für einen Kriminalisten ist es schon sehr schwer verdaulich, wie schnell Außenstehende komplexe kriminalistische Sachverhalte analysieren können“, kommentiert der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz die Bewertungen von Kriminologen und Medienvertretern zu den Ermittlungen um den 18-jährigen Tatverdächtigen des Mordes an der 11-jährigen Lena in Emden.

Selbstverständlich müssen die Umstände und Ermittlungsabläufe von der Selbstanzeige bis zur Festnahme des Tatverdächtigen recherchiert und geklärt werden.

„Man sollte den Blick auch auf die gesetzlichen, die organisatorischen, die technischen und personellen Bedingungen des kriminalpolizeilichen Aufgabenbereiches richten, der für die Sachbearbeitung „Besitz von Kinderpornografie pp.“ in Niedersachsen verantwortlich ist“, widerspricht der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz der vorschnellen Bewertung von „schlampiger Polizeiarbeit“.

Quelle:  Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

2 Kommentare
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  1. Der BDK sollte vielleicht sein Augenmerk auch einmal darauf legen, dass die Vorführung eines Tatverdächtigen nach vorl. Festnahme unverzüglich und nicht erst wie im Falle des fälschlicherweise Beschuldigten ’17-jährigen‘ erst am Abend des nächsten Tages nach stundenlangen Vernehmungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft zu erfolgen hat. Aber ist natürlich nur ein bedauerlicher Einzelfall, wie immer, ist klar.

  2. Jouh, wott ….

    Tja … man sollte das Augenmerk auf die Häufung der „Einzelfälle“ richten!
    Ich meine, nicht nur die „Einzelfälle“ … die ein hohes medielles Intereresse auf sich ziehen!

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