Benzinpreisreport: Sprit im benachbarten Ausland häufig preisgünstiger

4. April 2012 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Wer ins benachbarte Ausland reist und beim Tanken mit jedem Cent zu rechnen hat, sollte die Kraftstoffpreise vergleichen. Derzeit im Schnitt noch teurer als in Deutschland (1,66 Euro) ist das Benzin in den Niederlanden (1,83 Euro), in Dänemark (1,82 Euro) und in Belgien (1,74 Euro). Das geht aus einem vom ACE Auto Club Europa am Mittwoch in Stuttgart veröffentlichten Benzinpreisreport hervor, der die Entwicklung der durchschnittlichen Preise in Deutschland und bei seinen unmittelbaren Anrainern beleuchtet. Günstiger als hierzulande war demnach Anfang der Osterwoche das Tanken in Polen (1,35 Euro), Liechtenstein und Luxemburg (1,42 Euro) sowie in Tschechien (1,47 Euro), der Schweiz (1,50 Euro) und in Österreich (1,52 Euro). Dort und in Deutschland wurden die Kraftstoffpreise im Vergleich zur Vorwoche noch einmal angehoben. Der ACE schließt nicht aus, dass an den Feier- und Ferientagen die Kraftstoffpreise erneut in Bewegung geraten könnten   ACE: Kartellamt stärken

ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner begrüßte unterdessen die vom deutschen Bundeskartellamt eingeleitete Untersuchung gegen die marktbeherrschenden Mineralölkonzerne. Hillgärtner sagte, es sei gut, dass von Seiten der Kartellbehörde erneut die fragwürdigen Praktiken der „Big Player“ in Augenschein genommen würden. Aus Sicht der Verbraucher bestehe deswegen aber kein Anlass zur Euphorie.

„In Wirklichkeit prüft das Kartellamt ja schon zum x-ten Mal und wahrscheinlich wieder vergeblich, weil die Behörde von Gesetzes wegen keine scharfen Zähne hat und daher die Multis nicht zu fassen bekommt“. Der ACE-Sprecher forderte die Bundesregierung auf, das Kartellamt in seinen Kompetenzen und Eingriffsmöglichkeiten nachhaltig zu stärken und alle ordnungs- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu ergreifen, um die Oligopol-Strukturen auf dem Kraftstoffmarkt zu beenden und dort tatsächlichen Wettbewerb herzustellen.

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