Start der Motorradsaison

2. April 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg | Drucken

„Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann. Diese mahnende Redewendung sollte jeder Verkehrsteilnehmer berücksichtigen, ganz besonders aber Motorradfahrer.“ Das sagteInnenministerReinhold Gall am Sonntag, 1. April 2012, in Stuttgart. Zweiradfahrer sollten zu ihrer eigenen Sicherheit immer daran denken, dass sie von anderen Verkehrsteilnehmern vor allem bei hoher Geschwindigkeit oft zu spät wahrgenommen würden. Die Folgen bei einer Kollision seien wegen der fehlenden Knautschzone beim Zweiradfahrer leider allzu oft tödlich.

Gall: „Für mich ist der Reiz ein Motorrad zu fahren, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, das Gefühl der Freiheit, unbestritten.“ Aber jeder müsse die Grenzen des Zulässigen kennen und sich strikt daran halten. Es gelte auch der Grundsatz der Vorsicht und Vernunft. „Auch wenn Hundert erlaubt sind, hilft es nicht weiter, wenn ich auf einem Motorrad den Ölfleck in der Kurve übersehen habe“, sagte der Innenminister.

Gerade zu Beginn der Saison müssten die Reflexe neu trainiert werden. Hinzu käme, dass sich auch Autofahrer erst wieder an überraschend auftauchende Motorräder gewöhnen müssten. Die aktuellen Unfallzahlen sprächen leider für sich. „Bei sechs tödlich verletzten Motorradfahrern allein im März kann niemand von einem guten Start in die neue Motorradsaison reden“, bedauerte der Innenminister.

Im vergangenen Jahr sei die Anzahl der getöteten Motorradfahrer im Land entgegen dem Bundestrend (+ 20 Prozent) auf 99 (2010: 105, – 5,7 Prozent) gesunken. Die Motorradunfälle mit Verletzten hätten auf 4.243 (2010: 3.486; + 21,7 Prozent) zugenommen. Dies müsse Ansporn für weitere Anstrengungen sein, die Unfallzahlen zu verringern. „Auch in diesem Jahr wird die Polizei durch Schwerpunktkontrollen von Motorradfahrern sowie Präventionsveranstaltungen versuchen, die Unfälle weiter zu reduzieren“, betonte Gall. Und nannte den Bikertag am 20. Mai 2012 auf der neuen Messe in Stuttgart als Beispiel.

 

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

 

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