Internationaler Fahndungserfolg in Mexiko

2. April 2012 | Themenbereich: Bundeskriminalamt, Bundespolizei | Drucken

Nach einem Hinweis des Bundeskriminalamtes haben die Strafverfolgungsbehörden in Mexiko jüngst einen mexikanischen Staatsangehörigen festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, ein Mädchen aus seinem unmittelbaren Umfeld jahrelang sexuell schwer missbraucht und davon Bildmaterial hergestellt zu haben. Dieses Bildmaterial soll er über das Internet verbreitet haben. Durch die Festnahme konnte der andauernde schwere sexuelle Missbrauch des Kindes beendet werden. Die mexikanischen Ermittler stellten umfangreiches Beweismaterial sicher.

Das BKA führt seit längerem auf Ersuchen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Ermittlungen gegen eine pädokriminelle Organisation, die höchst konspirativ vorgeht. Die Gruppierung ist international vernetzt und stark hierarchisch strukturiert. Der Festgenommene war Mitglied des inneren Kerns der Gruppierung.

Im Zuge der Ermittlungen des BKA wurden auch Erkenntnisse an ausländische Partnerdienststellen weitergeleitet. In den vergangenen Jahren konnten so mehrere mutmaßliche Kindesmissbraucher festgenommen werden, die der Gruppierung zuzurechnen sind (siehe auch Pressemitteilung des BKA vom 07.05.2010). Ein besonders schwerer Fall wurde 2011 durch die Festnahme eines Europäers in Asien aufgeklärt, der sich wegen des sexuellen Missbrauchs von zehn Kindern zu verantworten hat. In allen Fällen wurde durch die Festnahmen ein noch andauernder Missbrauch gestoppt.

Die Fahndungserfolge waren durch eine enge und koordinierte Zusammenarbeit des BKA mit seinen ausländischen Partnern möglich. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war zudem, dass mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine spezialisierte Einheit geschaffen wurde, die über das notwendige Fachwissen verfügt und entsprechende Ermittlungsverfahren auch über einen längeren Zeitraum führen kann.

BKA-Präsident Jörg Ziercke: „Die Ermittlungsergebnisse belegen, dass der Austausch von Kinderpornografie über das Internet in sogenannten Underground Communitys unmittelbar mit dem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern verknüpft ist. Um Täter im Ausland zeitnah zu fassen, hat sich erneut das Netz der BKA-Verbindungsbeamten weltweit als schlagkräftiges Instrument bewährt: Sie arbeiten eng mit Partnerdienststellen zusammen und gewährleisten einen schnellen Informationsfluss“.

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