Türkischer Justizminister besuchte türkischstämmige Inhaftierte

29. März 2012 | Themenbereich: Berlin, Strafvollzug | Drucken

Der Senator für Justiz und Verbraucherschutz Thomas Heilmann zeigt sich beeindruckt von den Reformplänen der türkischen Justiz im Bereich des Jugendstrafvollzugs: Im Rahmen eines dreitägigen Staatsbesuchs hat der türkische Justizminister Sadullah Ergin gestern gemeinsam mit Senator Heilmann die Jugendstrafanstalt Berlin besucht. Begleitet von einer türkischstämmigen Sozialarbeiterin der Jugendstrafanstalt besichtigten die Minister das Haus 2, in dem sogenannte Langstrafer untergebracht sind, und sprachen dort mit türkischstämmigen Gefangenen. Sadullah Ergin wollte sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten des Berliner Jugendstrafvollzuges machen und berichtete von seinem Vorhaben, den türkischen Jugendstrafvollzug zu reformieren. Senator Heilmann hob im Gespräch insbesondere den dem deutschen Jugendstrafrecht zugrundeliegenden Erziehungsgedanken hervor und zeigte seinem Amtskollegen gemeinsam mit dem nun scheidenden Anstaltsleiter Marius Fiedler in diesem Zusammenhang u.a. die Ausbildungswerkstätten für die jungen Gefangenen. Im Ergebnis vereinbarte Heilmann mit Ergin eine Fortsetzung des Erfahrungsaustauschs insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Häftlingen aus dem türkischen Kulturkreis. So wies Ergin in dem Gespräch insbesondere auf die Bedeutung der Kontaktpflege mit den Familien der jungen Gefangenen hin.

Information:

In der Jugendstrafanstalt Berlin sind derzeit 283 Straf- und 68 Untersuchungsgefangene inhaftiert, die zur Tatzeit zwischen 14 und 21 Jahre alt waren.

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