Deutschland auf dem Weg zum Einbrecherparadies

28. März 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

„Deutschland entwickelt sich zum Einbrecherparadies“, zeigt sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestürzt über den erneut enormen Zuwachs von Wohnungseinbrüchen und Diebstählen aus und in Wohnungen im vergangenen Jahr 2011. Nach der GdP vorliegenden Erkenntnissen sind die Fallzahlen bundesweit um mindestens 8 Prozent gestiegen. In Thüringen mit über 21 Prozent, Bremen (19 Prozent) und Bayern mit 14 Prozent wurden die meisten Taten verzeichnet. Verantwortlich, so Witthaut, seien nach Informationen der GdP in vielen Fällen gut organisierte Banden aus dem osteuropäischen Raum.

Bernhard Witthaut: „Bürgerinnen und Bürger zahlen für den massiven Abbau bei der Polizei die Zeche. Streifenwagenbesatzungen seien gezwungen, immer weitere Flächen zu kontrollieren. Die Täter könnten sich also stetig sicherer sein, bei ihren Einbruchstouren nicht von der Polizei gestört zu werden. Der GdP-Vorsitzende: „Wenn dann die Schmuckschatulle leer und das neue Notebook weg sind, und die Polizei erst noch 30 Kilometer zum Tatort anfahren muss, sind die Diebstahlopfer wütend und die Ganoven über alle Berge.“

Die bei der Polizei unter dem Deckmantel von Optimierungsmaßnahmen laufenden Personaleinsparungsprogramme gehörten unverzüglich gestoppt, forderte Witthaut. „Wer bei der Gefahrenabwehr spart, missachtet das öffentliche Sicherheitsbedürfnis und schürt die Angst unter den Bürgerinnen und Bürgern.

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