Angemessene Feierlichkeiten zur Vereidigung

28. März 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die erhöhte Zahl der Einstellungen im letzten Jahr zeigte sich in der Kölner Lanxess-Arena. 1 400 junge Polizeianwärterinnen und Anwärter füllten das große Rund. Unter ihnen auch Vertreter der Politik und der Gewerkschaften. So nahm neben Innenminister Jäger auch die Ministerpräsidentin Frau Hannelore Kraft an der Vereidigung als Gäste teil.

Erich Rettinghaus verdeutlichte in einem Gespräch mit Innenminister Jäger, dass die zusätzlichen weiteren Einstellungen ein Schritt in die richtige Richtung seien. Der Landesvorsitzende der DPolG NRW betonte aber auch, dass in einige Jahren die Kluft zwischen Neueinstellungen und Pensionierungen wieder eine nicht tolerierbare Größe erreichen wird. Die Zahlen zur Neueinstellungen müssten daher in den kommenden Jahren weiter steigen, um den großen Pensionierungswellen zuvor zu kommen. „Man muss ja auch berücksichtigen, dass wir mit unserer sehr guten Ausbildung führend in Deutschland sind, aber ein gutes Studium dauert eben drei Jahre“, so Erich Rettinghaus am Rande der Vereidigungsfeier. Bereits in den vergangenen Haushaltsberatungen hatte die DPolG die Politik auf die kommenden Pensionierungszahlen hingewiesen und höhere Einstellungszahlen gefordert.

„Aber die hier und heute vereidigten Kolleginnen und Kollegen sollen zunächst ihre Ausbildung beenden, sie werden anschließend dringend erwartet!“ Wie dringend lässt sich an den ständig steigenden Einsatzzahlen unter anderem der Einsatzhundertschaften und der Alarmzüge erkennen. Rettinghaus forderte den Minister auf, innerdeutsche Auslandseinsätze genau zu prüfen und hier den anderen Länderministern auch einmal die kalte Schulter zu zeigen. „Es kann nicht sein, dass wir uns in Nordrhein-Westfalen bemühen, eine vernünftige Einstellungszahl hinzubekommen, während andere Länder immer weiter Personal einsparen und abbauen“, erklärte Rettinghaus heute. „Diese Länder rufen immer häufiger nach Unterstützung aus NRW. Diesem Trend muss entgegen gewirkt werden! Wir brauchen unsere Kräfte in Nordrhein-Westfalen, Herr Minister!“

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