Weniger Drogentote sind nicht das Verdienst der Bundesregierung

27. März 2012 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„Dass die Zahl der Drogentoten um 20 Prozent gesunken ist, ist kein Verdienst der Bundesregierung, sondern in erster Linie der Einführung der Substitutionsbehandlung für Heroinsüchtige geschuldet, die von Union und FDP seinerzeit entschieden abgelehnt wurde“, erklärt der drogenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Frank Tempel, zu den heute von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung bekanntgegebenen aktuellen Zahlen. „Die aktuellen Zahlen beweisen, dass eine Politik der Schadensminimierung (‚Harm Reduction‘) Wirkung zeigt. Genau das sollte Schwerpunkt künftiger Drogenpolitik sein, was auch eine Verschiebungen der finanziellen Ressourcen von der Strafverfolgung zu Präventionskampagnen und Schadensminimierung zur Folge hätte.“

Tempel weiter: „Die Bundesregierung muss endlich eingestehen, dass eine weitere Kriminalisierung der Konsumierenden und das Verbot bestimmter Drogen keinerlei positive Effekte auf Gesundheits- und Verbraucherschutz erzielen. Das Gegenteil ist der Fall.

Dass Mechthild Dyckmans vor den Gefahren aufgrund des angeblich gestiegenen THC-Gehalts von Cannabis warnt, kann ich nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen. In der konkreten Gefahreneinschätzung liegt Cannabis weit hinter Alkohol zurück. Die Illegalisierung von Cannabis führt jedoch dazu, dass kriminelle Netzwerke über einen unkontrollierten Markt Cannabis anbieten können. Der Staat verfügt dabei über keinerlei Kontrollmöglichkeiten, auch nicht hinsichtlich der Höhe des THC-Anteils im Cannabis.“

 

2 Kommentare
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  1. Guten Abend,

    ich finde es sehr gut, dass sie dies hier aufzeigen.
    Unsere Drogenbeauftragte versucht sich mit fremden Federn zu schmücken.
    Ihre Politik hilft keinem im Deutschland.
    Die Repression bringt den Beamten nur mehr sinnlose Arbeit.
    Sie befolgen Gesetze, die nicht durch die Wissenschaft befürwortet werden können.
    Alleine die Verschwendung an Steuergeldern für die Verfolgung harmloser Cannabiskonsumenten. Oder das Existenzzerstörende entziehen von Fahrerlaubnissen auf Grund einer THC Konzentration über 1 ng/ml obwohl eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs erst ab ca. 8 ng/ml auftritt.

    Frank Tempel ist ein herausragender Politiker, der uns den richtigen Weg in die Zukunft zeigt.

    Eine ordentliche Regelung im Straßenverkehr mit einem equivalenten Grenzwert zum Alkohol und die Erlaubnis der Bürger für den Eigenkonsum eine Pflanze halten zu dürfen.

    Setzt euch dafür ein!

  2. Die Repression hat mehr schädliche Folgen, als Cannabis ansich. Kein Cannabis Kosument hört auf abundan Cannabis zu Konsumieren, warum auch? Es ist nachweislich weniger schädlich als Alkohol und Tabak, alleine das rechtfertigt schon das Aufheben des Cannabis-Verbot das in den 30er Jahren durch Rassismus und aus wirtschaftlichen Gründen von Amerika aus weltweit verboten wurde. Ich hoffe das es eines Tages so sein wird wie bei Homosexuellen, denn das war bis in die 70er auch noch eine Straftat, das all die Verantwortlichen die harmlose Cannabis Konsumenten jagen und verurteilen sich selbst vor einem Gericht verantworten müssen, denn Cannabis Konsumenten erfüllen in keinster Weise ein Merkmal einer Straftat.

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