Taifkonflikt ö-D.: Einigung in Runde 3 realistisch

27. März 2012 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Unmittelbar vor Auftakt der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen morgen (28. März 2012) in Potsdam hat Frank Stöhr, Verhandlungsführer des dbb beamtenbund und tarifunion, betont, dass er eine Einigung am Verhandlungstisch für realistisch hält.

„Wir wollen die Einigung, aber nicht um jeden Preis“, sagte Stöhr in Berlin. „Wenn die Arbeitgeber nicht blind und taub sind, ist die eindeutige Botschaft der Beschäftigten bei ihnen angekommen: Schluss mit nicht verhandelbaren Mogelpackungen! Wir erwarten, dass Bundesinnenminister Friedrich und VKA-Chef Böhle morgen ein ernsthaftes Angebot vorlegen, das unseren Forderungen Rechnung trägt. Dann ist eine Einigung realistisch.“

Der dbb-Verhandlungsführer machte indes auch deutlich, dass die Zeichen auf Sturm stünden, wenn die Arbeitgeber ihre Verweigerungshaltung weiterhin aufrecht erhielten: „Die hohe Beteiligung an unseren Warnstreiks und Protestaktionen in den Verwaltungen und Betrieben, heute insbesondere auf den Flughäfen im gesamten Bundesgebiet, ist Beleg dafür, dass die Geduld der Kolleginnen und Kollegen am Ende ist. Sie haben kein Verständnis mehr für die Häppchentaktik der Arbeitgeber. Einigung oder Arbeitskampf im öffentlichen Dienst – darum geht es ab morgen in Potsdam“, so Stöhr.

Hintergrund:

Der dbb fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent, jedoch mindestens 200 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Auszubildende sollen übernommen und ihre Vergütung um 100 Euro angehoben werden.

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