Privatisierung von Polizeiaufgaben

27. März 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Berichterstattung zur Privatisierung von Polizeiaufgaben hat besonders Kolleginnen und Kollegen im Bereich Objektschutz und Gefangenenwesen verunsichert.

Der Erhalt der vorhandenen Arbeitsplätze beim Zentralen Objektschutz, sowie des Gefangenenwesens hat für die DPolG höchste Priorität, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Helmut Sarwas in einem Interview.

Mit Recht wies er auf das seit 2009 geltende Programm Innere Sicherheit der Innenministerkonferenzen hin, nach dem private Sicherheitsdienstleistungen zum Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland gehören, eine Privatisierung hoheitlicher Aufgaben aber nicht geplant sei.

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin, dazu: „Der Staat hat das Recht zu prüfen, er muss sich dabei aber an seine eigenen Regeln halten und darf hoheitliche Aufgaben nicht als Finanzspielzeug benutzen. Die Privatisierungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass anschließend sowohl die Mitarbeiter, als auch die Bürger die Zeche zahlen.“

Die DPolG Berlin setzt sich beispielsweise im Bereich der Sicherheit in Verkehrsmitteln seit Jahren für eine enge Verzahnung von Polizei und qualifizierten Sicherheitsdienstleistungsunternehmen ein.

Pfalzgraf: „Auch ohne die Privatisierung von Polizeiaufgaben bleibt den Sicherheitsunternehmen ein breites Betätigungsfeld, das die Politik klug nutzen kann!“

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.