„Laut gegen Nazis“ – Signal aus Hamburg

27. März 2012 | Themenbereich: Hamburg, Innere Sicherheit | Drucken

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat am Montag das Engagement des Vereins „Laut gegen Nazis“ und die Bilanz der Aktion „Hamburg steht auf“ gewürdigt. Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters hat der Verein im Rahmen der Aktion „Hamburg steht auf“ bis zum vergangenen Wochenende eine Vielzahl von Konzerten, Workshops, Lesungen, Ausstellungen und Schulprojekten organisiert, mit denen Rassismus und Ausgrenzung thematisiert und für mehr Respekt geworben wurde. Am Montag zogen Bürgermeister Scholz, der Initiator der Aktion, Jörn Menge und Innensenator Michael Neumann eine Bilanz.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ist notwendig. Sie wird in Hamburg engagiert geführt – auch durch das beeindruckende und hartnäckige Engagement des Vereins „Laut gegen Nazis“. Ich danke allen, die sich in den vergangenen Wochen für das Projekt „Hamburg steht auf – laut gegen Nazis“ eingesetzt haben – Prominenten, weniger Prominenten und in erster Linie dem Initiator Jörn Menge.

Das gesellschaftliche Engagement kann und darf die politische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus nicht ersetzen. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass auf politischer Ebene – etwa beim Thema NPD-Verbotsverfahren – Hamburg eine klare Position hat und dass die Stimme Hamburgs in der Bundesrepublik auch in dieser Sache deutlich zu hören ist.“

Jörn Menge, Initiator „Hamburg steht auf – laut gegen Nazis“:  „Geplant waren eigentlich 24 Veranstaltungen. Nach der Akquisition von rund 150 Supportern konnten wir nicht widerstehen, daraus 72 Veranstaltungen zu machen. Von den in der letzten Woche stattgefundenen Veranstaltungen hat der Verein „Laut gegen Nazis e. V.” 20 Workshops sowie gut 20 Eigenveranstaltungen umgesetzt. Die Breite des Angebots war in erster Linie Resultat der Eigeninitiative und des Eigenengagements unserer Partnerinnen und Partner, die eigene Programme erstellten. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg war Schirmherr einer Reihe, die es in dieser Form bisher nicht gab. Wir sind ermutigt, sofort in die Planung für 2013 zu gehen und sagen „Danke“ an alle Beteiligten.“

Innensenator Michael Neumann: „Beim Kampf gegen den Rechtsextremismus gilt für Hamburg das Null-Toleranz-Prinzip. Menschenverachtende Ideologien haben in unserer Demokratie nichts zu suchen. Deshalb werden wir auch alles dafür tun, dem verfassungsfeindlichen Treiben der NPD so schnell wie möglich ein Ende zu bereiten. Ich bin froh, dass sich die Innenministerkonferenz in der vergangenen Woche einmütig dem Hamburger Kurs angeschlossen hat. Damit sind wir einem NPD-Verbot einen großen Schritt näher gekommen.“

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