BDK und Innenminister Dr. Woidke setzten Dialog fort

27. März 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Am 20. März fand ein Spitzengespräch zwischen dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und dem Brandenburger Innenminister Dr. Dietmar Woidke (SPD) statt.

Der seit einigen Monaten an der Spitze der Kripo-Gewerkschaft stehende Bundesvorsitzende André Schulz hatte um dieses „Kennenlerngespräch“ gebeten, in dem vor dem Hintergrund der laufenden Neuorganisation der Brandenburger Polizei naturgemäß insbesondere die Situation der Verbrechensbekämpfung und der Kriminalpolizei im Mittelpunkt stand. Neben Innenminister Woidke nahmen Staatssekretär Rudolf Zeeb und LKD Roger Höppner teil. André Schulz wurde vom Brandenburger BDK-Landesvorsitzenden Wolfgang Bauch und dem Beisitzer für Grundsatzfragen Peter Kaiser begleitet.

André Schulz machte den Zusammenhang zwischen erfolgreicher Verbrechensbekämpfung und einer professionell aufgestellten Kriminalpolizei deutlich. Durch die Vertreter des BDK wurde nicht nur das Stimmungsbild in der Kriminalpolizei transportiert, sondern neben den bekannten Kritikpunkten (Arbeitsverdichtung, Motivation, Strukturentscheidungen, Aus- und Fortbildung, Beförderungssituation…) auch Lösungsansätze aufgezeigt. Insbesondere gilt es, in das Personal zu investieren und die Wertschätzung für die Arbeit der Kriminalpolizei und ihr Berufsbild als Teil einer in ihrer Gesamtheit funktionierenden Landespolizei deutlich und vor allem spürbar zu erhöhen. Innenminister Woidke zeigte sich sehr interessiert an den Positionen des BDK zur Aus- und Fortbildung und hinterfragte bei André Schulz, der auch Landesvorsitzender in Hamburg ist, das dortige Ausbildungsmodell. Durch die Vertreter des BDK wurden die Vorteile einer Spezialisierung bereits in der Ausbildung dargestellt. Im Ergebnis machte der Minister deutlich, für eine weitere Spezialisierung der Fort- und Weiterbildung für die Kripo offen zu sein. Er werde sich über die aktuelle Situation und Vorschläge zur Anpassung berichten lassen.

ur Beförderungssituation erinnerte der Minister daran, dass die Beförderungszahlen bereits in den letzten beiden Jahren maßgeblich erhöht wurden. Er bekräftigte seinen Willen, diesen Kurs auch in den nächsten Jahren fortzusetzen und im Rahmen des Personalbudgets und des Stellenplanes um eine funktionsgerechte Besoldungsstruktur mit leistungsgerechten Beförderungsmöglichkeiten Sorge zu tragen. Nach Überzeugung des BDK ist es erforderlich, hier noch erheblich nachzulegen. Grundsätzlich müsse jeder Polizeibeamte im Endamt in den Ruhestand gehen. Pensionierungen im Eingangsamt müssten endlich der Vergangenheit angehören, betonte Wolfgang Bauch.

Einvernehmen bestand, dass erkannte Schwachstellen der neuen Polizeistruktur durchaus auch schon vor der für 2014 angekündigten Evaluierung beseitigt werden können, wobei der Minister mit Interesse den fachlichen Einschätzungen des BDK entgegensieht.

Der Dialog zeichnete sich nicht nur durch hoffnungsvolle Lösungsansätze aus, sondern auch durch eine angenehme Gesprächsatmosphäre.

Wir bleiben am Ball!

 

 

 

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