Zahl der Verkehrstoten erneut gestiegen

26. März 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

 

Die Zahl der Verkehrstoten ist im Januar erneut gestiegen und verdeutlicht nach Ansicht der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) eine besorgniserregende Entwicklung. 266 Menschen kamen laut Statistischem Bundesamt auf deutschen Straßen ums Leben, das ist ein Anstieg um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg bei den Verletzten betrug sogar 23,3 Prozent auf 27.100 Personen.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Nachdem die Zahl der Unfalltoten in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent gesunken war, steigt sie jetzt wieder. Konnte man im letzten Jahr noch an einen statistischen Ausreißer denken, so wird nun leider ein Trend erkennbar. Ein Trend, der gestoppt werden muss, indem die Politik zuallererst den Personalabbau bei der Polizei beendet. Der Abbau von 10.000 Planstellen in den letzten Jahren hat auch vor der Verkehrspolizei keinen Halt gemacht. Und es sind weitere drastische Personaleinsparungen geplant, vor allem in Ostdeutschland und explizit im Verkehrsbereich.“  

Die DPolG Bundesleitung verdeutlichte heute in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz (IMK) Lorenz Caffier den dringenden Handlungsbedarf. Wendt: „Es müssen schnell Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die die Verkehrssicherheit in Deutschland nachhaltig verbessern. Dazu gehört, dass durch mehr Verkehrsüberwachung eine Änderung des Verkehrsverhaltens insgesamt erreicht wird. Die Einnahmen aus Bußgeldern sollten nicht mehr in allgemeine Haushalte fließen, sondern direkt sinnvollen Verkehrsprojekten zu Gute kommen.

Die geplante Punktereform des Bundesverkehrsministers muss noch in diesem Jahr beschlossen werden. Eine Verzögerung bis zur Bundestagswahl 2013 lässt befürchten, dass das Vorhaben im Sande verläuft. Nicht zuletzt brauchen wir dringend die Einführung der Halterhaftung. Künftig soll der Halter eines Fahrzeugs das Bußgeld bezahlen, denn er weiß in der Regel wer gefahren ist. Zurzeit kommt noch jeder zweite Raser im Straßenverkehr unerkannt davon. Das darf so nicht mehr hingenommen werden.“

 

 

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