Der Schutz der Opfer steht im Mittelpunkt

23. März 2012 | Themenbereich: Hessen, Justiz | Drucken

„Gerade die Opfer von Straftaten bedürfen der Aufmerksamkeit und des besonderen Schutzes des Rechtsstaates“, betonte der Staatssekretär im Justizministerium,

Dr. Rudolf Kriszeleit, anlässlich des „Tages der Kriminalitätsopfer“ vor der Regionalversammlung des Weißen Rings Lahn-Dill in Wetzlar. Der Staatssekretär nannte das Gewaltschutzgesetz, das in diesem Jahr zehn Jahre alt werde: „Es ist ein Meilenstein. Gewalt in der Wohnung ist nicht mehr Privatsache. Es gilt Grundsatz: Der Täter geht, das Opfer bleibt. Der Schutz des Opfers steht im Mittelpunkt.“

Staatssekretär Dr. Kriszeleit riet ausdrücklich: „Fragen Sie nach beim Weißen Ring, bei der Polizei, bei der Staatsanwaltschaft. Wenn Sie Opfer von häuslicher Gewalt sind, beraten Sie mit Fachleuten, wie es weitergehen soll. Unsere Hilfsbereitschaft macht nicht an Ihrer Wohnungstür Halt.“

Der Justizstaatssekretär räumte ein, gerade beim Kampf gegen häusliche Gewalt hadere die Justiz oft mit ihren Erfolgen. Es sei nicht immer leicht, den Geschädigten zu helfen. Viele Opfer scheuen sich aus den unterschiedlichsten Gründen, ihr Recht per Gericht durchzusetzen. Gegen das Gewaltschutzgesetz werde oftmals eingewandt, sei ein stumpfes Schwert und das Antragserfordernis wirke abschreckend.

Ganz entscheidend für die Geltendmachung der gesetzlich eingeräumten Rechte der Opfer, so Staatssekretär Dr. Kriszeleit, sei eine kompetente Beratung: „Hier leisten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Weißen Rings einen wichtigen Beitrag, indem sie Betroffene über ihre Rechte aufklären und ihnen einen niedrigschwelligen Zugang in das Beratungsnetzwerk ermöglichen. Dies ist für eine wirksame Durchsetzung der Opferrechte unerlässlich. Für Ihr überdurchschnittliches Engagement bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen.“

Dr. Kriszeleit: „Ich freue mich, dass die im Justizministerium angesiedelte Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt mit dem Weißen Ring im Lahn-Dill-Kreis, insbesondere dessen Außenstellenleiter Herrn Ingbert Koppe, und dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Lahn-Dill-Kreis intensiv zusammenarbeitet, um auf dem Hessentag, der in diesem Jahr im schönen Wetzlar stattfindet, die Ausstellung „Rosenstraße 76“ zu veranstalten. Es handelt sich um eine interaktive Ausstellung zur Prävention von häuslicher Gewalt. Diese Initiative schätzt Herr Justizminister Jörg-Uwe Hahn sehr, so dass er zur Eröffnungsveranstaltung kommen wird.“

„Ich möchte nochmals auf die gute Zusammenarbeit zwischen den sieben hessischen Opferhilfevereinen und dem Weißen Ring hinweisen. Ihre Arbeit ist Dienst an Menschen, die Hilfe brauchen. Dafür möchte ich Ihnen allen im Namen der hessischen Landesregierung herzlich danken.“

 

 

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