Bei Alltagskonflikten mehr miteinander reden

23. März 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Bei der Lösung von Konflikten im Alltag fehlt es noch zu oft am helfenden Dialog der Beteiligten. Darauf hat Innenminister Dietmar Woidke heute auf einem Erfahrungsaustausch von Praktikern verschiedener Bundesländer zum sogenannten ‚Nachbarschaftsdialog’ in Potsdam aufmerksam gemacht. „Wenn es um den Baustellenlärm nebenan geht, die nächtliche Belieferung des benachbarten Gewerbebetriebs stört oder auch Gerüche einer nahen Firma belasten, dann ist die jeweilige Ordnungsbehörde mit ihren klassischen Mitteln nicht selten überfordert, für Ausgleich zu sorgen. Deshalb brauchen wir bei den Verwaltungen und Bürgern gleichermaßen Ideen und Bereitschaft, neue Wege der Konfliktbewältigung zu gehen “, erklärte Woidke vor den fast 100 Veranstaltungsteilnehmern.

Laut Woidke erwarte man vor Ort verständlicherweise eine möglichst zügige Umsetzung erforderlicher Infrastruktur- und Investitionsvorhaben, aber auch Lösungswege bei Konflikten im Alltagsleben. Dafür müsse vor allem miteinander geredet werden. Hierbei sei die Verwaltung gefordert, die Kommunikation der Beteiligten zu strukturieren und auf den Weg zu bringen, damit Gewerbetreibende, Nachbarn aus dem Wohnumfeld und Kommunalvertreter sich am Tisch gemeinsam für Lösungen einsetzen. Dieser bisher vielfach noch vernachlässigte Dialog ersetze nicht notwendiges Behördenhandeln, ergänze es aber und trage zum besseren gegenseitigen Verständnis und so zum Abbau von Konflikten bei, „die nun mal zum täglichen Leben dazugehören“, wie Woidke betonte. „Wenn Verwaltungen einen solchen Dialog konträrer Interessenten initiieren, sorgen sie auf längere Sicht auch in eigener Sache für Entlastung und tragen letztlich zum Bürokratieabbau bei“, warb Woidke für ein entsprechendes Verwaltungsengagement.

Der heutige Erfahrungsaustausch in den Räumen der Potsdamer Industrie- und Handelskammer ist die erste Veranstaltung zum Nachbarschaftsdialog in Brandenburg. Sie wird von der IHK Potsdam gemeinsam mit der Leitstelle Bürokratieabbau des Innenministeriums durchgeführt.

 

 

 

 

Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

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