BDK in Europa

23. März 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

In der Zeit vom 14. bis 16. März 2012 fand der 8. Kongress von CESP (Europäischer Rat der Polizei-Gewerkschaften) in Santander/Spanien statt. Für den BDK nahmen der Bundesvorsitzende André Schulz und der C.E.S.P.-Beauftragte des Bundesvorstandes, Mark Mönig vom Landesverband Baden-Württemberg, am Kongress teil. Ebenfalls vom BDK mit vor Ort war natürlich Johannes Immel, der seit vielen Jahren Schatzmeister bei CESP ist.

CESP wurde 1988 im spanischen Avila gegründet. Rund 300.000 Polizisten in 20 Gewerkschaften aus 19 Ländern sind in dem europäischen Dachverband vertreten. 1991 wurde CESP vom Europarat als nichtstaatliche Organisation (NGO) mit beratendem Status anerkannt. Seit 1998 ist CESP Mitglied der europäischen Kommission der nichtstaatlichen Organisationen. Der BDK trat dem Rat 1991 bei, nachdem er ihn seit der Gründung begleitet hatte. Mit der Öffnung von Europas Grenzen sahen die Initiatoren von CESP die Notwendigkeit, polizeiliche und rechtliche Strukturen der einzelnen Länder gesamteuropäisch zu repräsentieren und bei länderübergreifenden Aufgabenstellungen und Prozessen gestalterisch mitzuwirken. Mit seinen Empfehlungen an die Gremien des Europarats und an die nationalen Entscheidungsträger zielt CESP auf eine funktionierende und effiziente europaweite polizeiliche Zusammenarbeit ab, unbenommen von länderindividuellen politischen Erwägungen.

Der 8. CESP-Kongress fand unter der Überschrift “Police force in the heart of the economic crisis: Place and role of the police citizen” statt und beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Polizeien und deren Mitarbeiter und der Rolle, die die Polizei in einem wirtschaftlich gebeutelten Europa einnimmt, aber auch mit der Auswirkung auf die Demokratie in Europa insgesamt.

Im Rahmen des Kongresses wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Mit Branko PRAH (PSS – Slowenien) als Präsidenten, Gérard GRENERON (SNOP-SCSI – Frankreich) als Generalsekretär und Johannes IMMEL (BDK) als Schatzmeister wurde der alte Vorstand für die nächsten 3 Jahre im Amt bestätigt und wiedergewählt.

Als stellvertretende Generalsekretäre wurden Mario COIMBRA (ASFIC/PJ – Portugal), Massimo DENARIER (SAP – Italien), Michael KARAMALAKIS (POAXIA – Griechenland), Tihomir KLIMOSKI (MPS – Mazedonien), Michi LEPADAT (Prolex – Rumänien), Charalambos SOCRATOUS (CPA – Zypern) und Walter WELTING (ANVP – Niederlande) gewählt.

Aufgrund der dramatischen Situation in Ungarn und den drohenden Folgen für die Demokratie wird der neue Vorstand seine bereits für April terminierte Sitzung in Budapest durchführen.

 

 

 

 

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