8. Osterbasar des Justizministeriums

22. März 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Justiz | Drucken

Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg eröffnet am Donnerstag, 22. März, um 9:00 Uhr den Osterbasar im Foyer von Staatskanzlei und Justizressort in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee 107. Angeboten werden in den Brandenburger Justizvollzugsanstalten gefertigte Oster- und Frühlingsprodukte, z.B. frühblühende Pflanzen aus den Gewächshäusern der Anstalten, Osterschmuck und -dekoration, Vogelhäuschen, Geschenkartikel, aber auch Gebrauchsartikel wie gestreifte Schlafanzüge und Messerschneidebretter.

Der Erlös des achten Osterbasars fließt auch in diesem Jahr einem guten Zweck zu. Der Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe im Landgerichtsbezirk Neuruppin e. V., der 1994 von Sozialarbeitern der Sozialen Dienste der Justiz gegründet wurde, ist vor allem auf dem Gebiet der Resozialisierung und damit auf dem Gebiet der Integration von Haftentlassenen ehrenamtlich tätig. Dem Verein gehören aktuell 22 Mitglieder an, darunter die Bewährungshelfer im Landgerichtsbezirk Neuruppin.

Der Verein verfolgt das Ziel, durch praktische und finanzielle Unterstützung Haftentlassener die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Die Vereinsmitglieder betreuen pro Jahr durchschnittlich etwa 150 Personen. In kleineren, plötzlich auftretenden finanziellen Notsituationen wird den Probanden unbürokratisch geholfen, um auch so einer erneuten Straffälligkeit entgegenzuwirken.

Die Hilfe des Vereins bezieht sich insbesondere auf die Sicherung von Wohnraum, die Übernahme von Kautionen und auf Unterstützung bei der Schuldenregulierung sowie bei der Durchführung von sozialpädagogischen Maßnahmen. Auch bei Mietschulden springt der Verein gegebenenfalls mit einer kleinen Finanzspritze ein, um zu verhindern, dass ein Haftentlassener obdachlos wird. Ferner hilft der Verein bei der Finanzierung der bei der Berufsausbildung anfallenden Fahrtkosten.

Schöneburg: „Mit großem ehrenamtlichen Engagement leistet der Verein seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag für die Wiedereingliederung Haftentlassener in die Gesellschaft. Für Menschen, die jahrelang im Gefängnis waren, ist es grundsätzlich schwierig, sich in der Freiheit zurechtzufinden. Wenn dann auch noch die finanziellen Verhältnisse ungeregelt bleiben und Obdachlosigkeiten hinzukommen, ist die Gefahr erneuter Straffälligkeit besonders groß. Die vom Verein sichergestellte Unterstützung in Notlagen hilft den Probanden, ein Leben ohne Straftaten zu führen.“

Die Verbesserung der Bedingungen einer erfolgreichen Resozialisierung ist ein Kernanliegen der Justizvollzugspolitik von Minister Dr. Schöneburg. Damit der brandenburgische Justizvollzug künftig stärker und konsequenter als bisher von einem am Resozialisierungsgedanken ausgerichteten Behandlungsvollzug geprägt ist, lässt der Minister derzeit ein neues Strafvollzugsgesetz erarbeiten. Der Gesetzentwurf soll in diesem Jahr vorgelegt werden. Leitgedanke des Gesetzes ist die Erkenntnis, dass Resozialisierung dann am erfolgversprechendsten ist, wenn die Behandlung der Gefangenen möglichst früh beginnt.

Schöneburg: „Wir schaffen die gesetzliche Grundlage für ein Behandlungskonzept aus einem Guss. Das bedeutet: Die Behandlung beginnt kurz nach dem Haftantritt. So wird der Gefangene rechtzeitig und vor allem individuell und gezielt auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Und auch nach der Entlassung erhält der Proband für eine Übergangszeit professionelle Unterstützung. Ein solches systematisches Behandlungs- und Übergangskonzept ist die beste Voraussetzung für ein eigenverantwortliches Leben ohne Straftaten. Das hilft nicht nur jedem einzelnen, sondern trägt auch dem ureigensten Interesse der Gesellschaft an der Verhinderung von Rückfalltaten und damit an nachhaltiger Sicherheit Rechnung.“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.