Wichtige Unterstützung bei der Katastrophenhilfe

21. März 2012 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat den Inspekteur der Streitkräftebasis und Stellvertreter des Inspekteurs der Bundeswehr, Wolfram Kühn, und den Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Oberst Alois Hösle, zu einem Gespräch im Innenministerium getroffen. Hauptthema war die Einrichtung aktiver Reservisten¬ein-heiten in Bayern. Herrmann: „Die Aufstellung der neuen regionalen Reservisteneinheiten ist in vollem Gange. Wir brauchen diese Einheiten dringend für die Katastrophenhilfe. Wenn künftig die aktive Bundeswehr wegen der Strukturreform nicht mehr im gleichen Um-fang zur Verfügung steht, müssen wir verstärkt auf die besonderen Fähigkeiten unserer Reservisten bauen.“ In Bayern gibt es rund 180.000 Reservisten, aus denen Interessierte für die neuen Einheiten – die sog. “Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU)“ – geworben werden können.

Vizeadmiral Kühn: „Jetzt gilt es, die besten Köpfe für einen Dienst in den regionalen Reservisteneinheiten zu mobilisieren. Wir brauchen vor allem Fachleute für die Bedienung des schweren Geräts und der Spezialfahrzeuge der Bundeswehr. Dabei sind wir auf die breite Akzeptanz der Reservisteneinheiten in der Bevölkerung angewiesen.“ Nach den Planungen sollen die regionalen Reservisteneinheiten voraussichtlich ab Sommer 2013 einsatzbereit sein.

Herrmann hatte bereits kurz nach Bekanntwerden der Reformpläne der Bundeswehr gefordert, in Bayern Verbände nach dem Vorbild der früheren Heimatschutzeinheiten aus den Reihen der Reservisten aufzustellen. Diese müssten zum Beispiel im Katastrophenfall ergänzend zu den aktiven Bundeswehrsoldaten Hilfe leisten können. Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maiziere hat diese Überlegungen im Rahmen eines neuen Konzepts zur “Territorialen Reserve“ aufgegriffen. Dieses Konzept umfasst neben den bekannten Strukturen als neues Element die “Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte“. Diese Kräfte sollen aus interessierten Reservisten bestehen und über die gesamte Fläche Deutschlands verteilt werden. In Bayern soll in jedem Regierungsbezirk eine solche Reservisteneinheit aufgestellt werden. Ihre Stärke soll zunächst in etwa jeweils zwischen 100 und 150 Reservisten betragen.

Herrmann betonte erneut die wichtige Bedeutung der Bundeswehr und ihrer speziellen Fähigkeiten: „Ob bei Hochwasser, Waldbränden oder schweren Unfällen: Die Bundeswehr verfügt hier oft über die notwendigen Maschinen und die Transportlogistik, um effektiv helfen zu können. Die regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte werden hier einen flexiblen Einsatz garantieren“, so der Innenminister. Gleichzeitig zeigen die regionalen Reservisteneinheiten, dass die Bundeswehr weiterhin einen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft hat. Gerade für Bayern rechnet Herrmann mit einem großen Interesse am Dienst in den Reservisteneinheiten: „Bei uns in Bayern ist das Interesse am Ehrenamt ungebrochen hoch. Ob bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Rettungsdiensten oder im sozialen Bereich – unzählige Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren sich hier am Nächsten. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Bereitschaft auch für die regionalen Reservisteneinheiten aktivieren können.“

 

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