Zahl der Lehrenden in der Ausbildung aufstocken

20. März 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

In einem Schreiben an Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter gefordert, dass die Zahl der Lehrenden am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP), die beim Training der Polizeianwärterinnen und -anwärter eingesetzt sind, in den kommenden drei Jahren jeweils um 24 Stellen erhöht wird. Sonst, so die Befürchtung der Gewerkschaft der Polizei, sei angesichts der gestiegenen Einstellungszahlen der hohe Ausbildungsstandard der Polizei in NRW nicht zu halten.

In dem Brief erinnert der GdP-Landesvorsitzende daran, dass das Land mit der Umstellung der Polizeiausbildung auf einen Bachelor-Studiengang eine Verpflichtung für die Bereitstellung der dazu notwendigen Ressourcen eingegangen ist, auf den die jungen Polizistinnen und Polizisten einen Anspruch haben. Sie müssten die Möglichkeit haben, grundrechtseinschränkende polizeiliche Maßnahmen erst im Training zu üben, bevor sie diese Maßnahmen in den Praktika gegenüber den Bürgern anwenden. Die Pläne des Innenministeriums, den zusätzlichen Bedarf an Lehrenden durch Abstriche bei den Qualitätsmerkmalen Kursgröße, Lernzielstufen und Teamteaching zu kompensieren, lehnt die GdP ab.