Förderbescheide für das Projekt BaSiGo

20. März 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Mitte März 2012 fand im Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal die Vorstellung des Verbundprojekts „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ (BaSiGo) und die Übergabe der Förderbescheide an die Verbundteilnehmer statt. Das BBK ist als Partner an dem Projekt beteiligt und bekommt eine Förderung in Höhe von 203.200,- Euro. Insgesamt wird das Projekt durch das BMBF mit mehr als 5,5 Mio. Euro gefördert.

Den Förderbescheid für das BBK überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, MdB, gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und Abgeordneten für die Stadt Wuppertal, Peter Hintze MdB, an den Präsidenten des BBK, Christoph Unger.

Das Projekt BaSiGo, welches im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung durchgeführt wird, zielt auf eine verbesserte Sicherheit bei Großveranstaltungen ab, gerade vor dem Hintergrund der Katastrophe in Duisburg bei der Love Parade 2010. Dazu wird praktische und wissenschaftliche Expertise zusammengeführt: sowohl mit Großveranstaltungen in der Praxis erfahrene Akteure als auch Einrichtungen, die sich mit den theoretischen Grundlagen von menschlichem Verhalten sowie Technik und Einsatz bei Großveranstaltungen beschäftigen, tragen zu dem Projekt bei.

Aus den bisherigen Erfahrungen soll mittels Best Practice Auswertung ein Wissenstransfer ermöglicht werden, um zukünftig gerade weniger erfahrene Akteure bei der Vorbereitung und Durchführung von Großveranstaltungen beraten zu können. Im Einzelnen sollen übertragbare Sicherheitsbausteine, Trainings- und Consultinglösungen, Simulationskomponenten und ein elektronisches Supportsystem zur Erstellung von Sicherheitskonzepten entwickelt werden.

Koordiniert wird das Projekt durch die Bergische Universität Wuppertal, mit der die BBK-eigene Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) seit Dezember 2011 eine Kooperationsvereinbarung im Bereich Seminare und Dozentenaustausch unterhält.

Neben der Bergischen Universität Wuppertal mit verschiedenen beteiligten Fachgebieten unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich als Verbundkoordinator und dem BBK mit seiner Expertise im Bereich der Ausbildung sind die übrigen Verbundpartner:

  • die Feuerwehren der Großstädte München und Berlin,
  • die Deutsche Hochschule der Polizei,
  • das Institut für Medienforschung der Universität Siegen,
  • das Supercomputing Centre des Forschungszentrums Jülich,
  • die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb e.V.),
  • Unternehmen der Datenverarbeitung, Simulationstechnik und Softwareentwicklung (u.a. IST GmbH, Frankfurt/Main und ptv AG, Karlsruhe).

 

BaSiGo baut dabei auf dem ebenfalls vom BMBF geförderten Projekt Hermes auf, das sich unter Koordinierung durch das Supercomputing Centre des Forschungszentrums Jülich mit der Erforschung eines Evakuierungsassistenten für Einsatzkräfte und Entscheidungsträger im Krisenfall bei Großveranstaltungen beschäftigt.

Präsident Unger betonte in seiner Ansprache die Rolle des BBK als Zentralstelle des Bundes für den Bevölkerungsschutz in der föderalen Struktur Deutschlands auch im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung. Durch das Engagement bei der Ausrichtung von Fußballgroßereignissen wie der WM 2006 ist das BBK zudem ein auch im Ausland gefragter Berater für WM und EM unter dem Gesichtspunkt der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr geworden. Die AG BAG (Bevölkerungsschutzrelevante Aspekte bei Großveranstaltungen) im BBK unterstützt aus diesem Grunde bei der Vor- und Nachbereitung von herausragenden Großveranstaltungen im In- und Ausland unter anderem durch Workshops, Beratung, Vernetzung und Vermittlung von Expertise.

In besonderem Maße ist jedoch die Vereinheitlichung in der Ausbildung als Bedarf der Veranstalter ausschlaggebend für die Projektbeteiligung gewesen: als einzigartige Ausbildungsstätte mit pro Jahr rund 10.000 Seminarteilnehmern aus ganz Deutschland und zunehmend auch aus der EU und dem internationalen Bereich nimmt die AKNZ eine besondere Rolle bei der Schulung und Fortbildung der im Bevölkerungsschutz Tätigen ein. Zudem kooperiert die AKNZ mit verschiedenen Studiengängen an diversen Universitäten, die sich mit dem Bevölkerungsschutz aus akademischer Perspektive beschäftigen. Die noch recht junge Kooperationsvereinbarung mit der Uni Wuppertal wird durch die Zusammenarbeit in dem Projekt BaSiGo mit Leben gefüllt und stellt diese wichtige Rolle der Akademie einmal mehr unter Beweis.

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