Gemeinsame Arbeit für gemeinsame Ziele

15. März 2012 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Bei vielen Beschäftigten in der Thüringer Polizei sorgt das Informationsschreiben Nr. 09/2012 des GdP-Landesvorsitzenden vom 12.03.2012 für Erstaunen.

Eine tendenziöse Meinungsäußerung, gepaart mit persönlichem Frust ist mit einer seriösen Gewerkschaftsarbeit und einer guten Vertretung der Mitarbeiter der Thüringer Polizei nicht in Einklang zu bringen. Dem BDK vorzuwerfen, im Interesse seiner Mitglieder erfolgreich zu arbeiten, ist einfach nur peinlich. Für eine gute Berufsvertretung ist nicht die Größe entscheidend, sondern das ziel- und sachorientierte Vorgehen.

Der GdP-Landesvorsitzende pickt sich die Kommissariatsleiter als „Sündenböcke“ heraus, die daran Schuld seien, dass „ganze Polizeiinspektionen“ in eine andere Kategorie gefallen sind. Er zieht einen Vergleich zwischen dem Endamt eines Kommissariatsleiters im gehobenen Dienst mit dem Einstiegsamt des höheren Dienstes und findet dies ungerecht. Wenn man dieser Argumentation folge würde, wäre auch jedes Endamt A 9 bzw. A 9 mit Zulage im mittleren Dienst im Verhältnis zum Einstiegsamt A 9 im gehobenen Dienst ungerecht. Solche Vergleiche sind kontraproduktiv! Kollegen, die man eigentlich auch vertreten sollte, als Schuldige hinzustellen, zeigt die Einstellung des Schreibers.

Der GdP-Vorsitzende demaskiert sich mit seiner unsachlichen Behauptung, dass ein Kommissariatsleiter, dem „nur vier Beamte unterstehen“, in seinem „Nur-Fachgebiet“ eine geringere Verantwortung trage, als ein Dienstschichtleiter. Er geringschätzt hiermit die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Kriminalpolizeiinspektionen und – stationen, die in ihren speziellen Fachgebieten tätig sind, um Verbrechen und schwere Vergehen aufzuklären. Es geht nicht um „Sorgerechtsstreitigkeiten“ und „Versammlungen“, sondern um Kapitaldelikte, organisierte Kriminalität, Extremismus, Rauschgift- und Wirtschaftsstraftaten, um nur einige Bereiche anzuführen, deren Bekämpfung für die innere Sicherheit und die gesamte Gesellschaft von existenzieller Bedeutung sind.

Der BDK steht für Fachlichkeit und für Spezialisierung, weil in der globalen und technisierten Welt von heute auf andere Weise keine effektive Kriminalitätsbekämpfung gewährleistet werden kann. Er setzt sich auch für eine sachgerechte Bewertung der Dienstposten ein, damit Fachkarrieren möglich sind und geeigneter Nachwuchs gewonnen werden kann.

Es war nicht hinnehmbar, dass in den KPI`en und KPS`en Mitarbeiter im mittleren Dienst nur mit einer A 8/9 bewertet werden und viele Sachbearbeiterstellen im gehobenen Dienst herabgestuft worden sind. Der BDK wird sich auch weiterhin für Verbesserungen einsetzen, da längst nicht alle Dienstposten so bewertet sind, wie sie es aufgrund der Anforderungen sein müssten.

Mit derartigen Mitarbeiterbriefen stiftet die GdP in der Kollegenschaft Unfrieden, schürt Ressentiments und spaltet, obwohl sie den eigenen Anspruch hat, die Interessen aller Angehörigen der Polizei zu vertreten. Man kann nur hoffen, dass man sich wieder besinnt und zu einer konstruktiven Arbeit zurückkehrt. Die Bereitschaft des BDK ist dazu vorhanden.

 

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