DPolG NRW zur Kriminalstatistik 2011

13. März 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nun gilt es auch bei den Eigentumsdelikten und der Steigerung um 12,5 Prozent gegenzusteuern. Das Konzept „Riegel vor“ ist ein erster wichtiger Schritt und muss sich bewähren. Bei Wohnungseinbrüchen entsteht bei den Betroffenen oftmals eine starke psychische Betroffenheit. Opfer verarbeiten den Eingriff in die Privatsphäre oft gar nicht oder erst nach Jahren. Die Furcht vor einem erneuten Einbruch ist unter Umständen stets präsent. Es gilt diesen persönlichen Bereich besonders zu schützen, Vorsorge zu treffen und zu beraten.

Lobenswert daher die Mehrausgaben in Höhe von 4,2 Millionen Euro für die Auswertung von DNA Spuren beim LKA, um so auch mehr Täter überführen zu können.

Bei dem deutlichen Anstieg – um 12 000 bzw. 29 Prozent – der Taschendiebstähle gilt es nun ähnliche Konzepte erfolgreich zum Tragen zu bringen. Bandenstrukturen müssen erkannt und zerschlagen werden. Überführte Täter müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Die internationale Zusammenarbeit der Polizeien muss verbessert werden.

Erfreulich die Entwicklung der Jugendkriminalität, sie ist auf dem niedrigsten Stand seit 41 Jahren. Hier haben sich die Konzepte mit Jugendlichen Intensivtätern und weitere Präventionsprojekte wie „Kurve kriegen“ bereits bewährt. Kriminelle Karrieren werden früh erkannt und eine weitere Verfestigung verhindert.

Die große Herausforderung wird die rasant steigende Entwicklung des Tatmittels Internet mit all seinen schnell variierenden Begehungsarten. Hier muss die Polizei die Spezialisten haben und das nötige Handwerkszeug, um den Tätern immer einen Mausklick voraus zu sein.

Manche Dienststelle ist mittlerweile personell an ihre Grenzen gestoßen, die Kolleginnen und Kollegen kämpfen mit der demografischen Entwicklung. Jeder Einzelne hat durch sein hohes persönliches Engagement im Dienst NRW ein Stück sicherer gemacht.

 

 

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