Älteste Wehr in Schleswig-Holstein

12. März 2012 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sieht die Existenz der Freiwilligen Feuerwehren im Land nicht als gefährdet an. „“Die Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein haben durch die Europäische Union keine Änderungen in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu befürchten““, sagte der Ministerpräsident in Heide.

Carstensen nahm Bezug auf die Diskussion zur Änderung der EU-Arbeitszeitrichtlinie, die in den vergangenen Wochen die Feuerwehren im Land verunsichert hatte. „“Die EU-Kommission hat eingeräumt, dass die Mitglieder der Freiwilligen Wehren bei den Regeln der Arbeitszeitrichtlinie getrennt betrachtet werden sollten. Ein so flächendeckendes Sicherheitsnetz, wie es unsere Freiwilligen Feuerwehren abbilden, ist unverzichtbar und wäre unbezahlbar““, sagte der Regierungschef.

Anlass des Besuches des Ministerpräsidenten in Heide war die Übergabe der Goldenen Glocke an Heides Wehrführer Robert Rosin. Damit ehrte Carstensen die Freiwillige Feuerwehr Heide-Stadt für 165 Jahre Dienst für das Gemeinwohl und gleichzeitig als offiziell älteste Feuerwehr Schleswig-Holsteins. Carstensen dankte den Mitgliedern der Wehr für ihren unentgeltlichen Einsatz. Ehrenamtliches Engagement brauche jede Form der Unterstützung und Stärkung. „“Wir können den freiwilligen Einsatz der Mitglieder in unseren Feuerwehren nicht hoch genug einschätzen““, sagte er.

Die Goldene Glocke ist die höchste Feuerwehrehrengabe des Landes. Sie wird erst dann verliehen, wenn eine Feuerwehr mindestens 150 Jahre alt ist. Dass die Glocke erst jetzt, zum 165-jährigen Bestehen der Wehr verliehen wurde, liegt an Unterlagen, die im vergangenen Jahr von einem Heimatforscher entdeckt wurden. Erst damals wurde bekannt, dass die Heider Feuerwehr 22 Jahre älter ist als ursprünglich bekannt war.

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