Polizeipräsident zu Gast beim BDK

8. März 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Am Dienstag folgte Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch der Einladung des BDK, besuchte die Landesgeschäftsstelle und nahm als Gast an der Vorstandssitzung teil.

Wenn man sich die Polizei Hamburg aktuell betrachtet, hat man das Gefühl, dass man – wo man auch hinsieht – nur auf Baustellen schaut. Ein gescheitertes LVM, ein marodes Beurteilungssystem, eine Hochschule in Trümmern, eine Polizeistruktur, die nicht an die Erfordernisse der Kriminalitätsbekämpfung angepasst ist, fehlende Bewerber für den Polizeiberuf, abwandernde Tarifbeschäftigte, da ihnen seitens der Polizei keine Perspektiven geboten werden und, und, und. Alles Themen, die dringend zeitnah angegangen werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg gewährleisten zu können. Zu diesen und weiteren Themen, wie die derzeit nicht vorhandenen Personalentwicklungsmöglichkeiten, die Schaffung von Sonderlaufbahnen für tarifbeschäftigte Experten innerhalb der Polizei, das fehlende echte Konzept zur Bekämpfung des Cybercrime und das Auswahlverfahren zum LA III, hat der Landesvorstand die Diskussion mit dem Polizeipräsidenten gesucht.

Bei so vielen Inhalten war es dann auch kein Wunder, dass einige Themen in dem mehrstündigen Gespräch nur angerissen werden konnten und auf einen Folgetermin verschoben werden mussten.

In dem in sehr angenehmer und konstruktiver Atmosphäre geführten Gespräch wurde eine Vielzahl von inhaltlichen Übereinstimmungen zwischen Präsident Kopitzsch und den Vertretern des BDK deutlich. Übereinstimmungen, die für die Zukunft hoffen lassen. Wichtig ist aber – für die Kolleginnen und Kollegen sowie für die gesamte Polizei Hamburg, dass den Worten auch Taten folgen und sehr zeitnah tragfähige Konzepte und Ergebnisse vorliegen.

Ein erster Meilenstein wird dabei die Modell-Präsentation der Projektgruppe ProMod2012 am 2. April sein, die zeigen wird, wohin die Reise gehen wird. Um die Polizei Hamburg zukunftsfähig und im Vergleich zu anderen Bundesländern konkurrenzfähig zu machen, sind aber durchaus mutige und undogmatische Entscheidungen notwendig. Der BDK wird Wolfgang Kopitzsch bei seiner nicht ganz einfachen Aufgabe begleiten, natürlich weiterhin eigene Vorschläge machen und auch zukünftig mit Rat und Tat unterstützen – für eine starke Kriminalpolizei in der Polizei Hamburg, für die Kolleginnen und Kollegen und für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.

 

 

 

 

 

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