Gefahr der lebenslangen Stigmatisierung

6. März 2012 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Zum Ergebnis des Koalitionsausschusses einen Warnschussarrest einzuführen, erklärt der stellvertretende familienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sönke Rix: Die geplanten Änderungen zum Warnschussarrest sind ein Affront gegenüber allen gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern. Wer glaubt, bei Jugendlichen mit einem Gefängnisaufenthalt eine Verhaltensänderung bewirken zu können, versteht nichts von Pädagogik.

Ein Gefängnisaufenthalt birgt die Gefahr einer lebenslangen Stigmatisierung und einer möglichen kriminellen Karriere. Viel wichtiger als Einsperren auf Probe ist bei Jugendlichen, dass die tatsächliche Strafe möglichst schnell der Tat folgt.

Ungefähr 85 Euro kostet ein Warnschuss-Hafttag, dieses Geld kann sinnvoller in Bildung und Betreuung investiert werden.