Polizei im Rheinland geht verstärkt gegen Einbrecher vor

5. März 2012 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Zwölf Polizeibehörden auf der Rheinschiene gehen verstärkt gegen Wohnungseinbrecher vor. Sie haben sich zusammengeschlossen und ihre Arbeit im Kampf gegen Wohnungseinbrüche optimiert. „Die Polizei im Rheinland verschärft mit der neuen Strategie im Rahmen unseres Aktionsprogramms „Riegel vor“ ihre Fahndung“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute (5. März) in Bonn.

„Es ist wichtig die gesamte Region über die Stadt- oder Behördengrenzen hinaus im Blick zu haben. Denn Einbrecher stören sich nicht an Zuständigkeiten.“

Alle Informationen über Einbrüche im Rheinland stehen über den Datenverbund der Polizei den beteiligten Behörden zur Verfügung. „Diese enge Zusammenarbeit verbessert den Informationsfluss, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Taten werden schneller erkannt und Täter mit vereinten Kräften ermittelt“, erläuterte der Innenminister.

So legten Kripo-Beamte aus Köln, Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis im vergangenen Jahr in einer gemeinsamen Ermittlungskommission einer Einbrecherbande das Handwerk. Sechs Täter konnten festgenommen und 16 Einbrüche im gesamten Rheinland aufgeklärt werden. In ganz NRW ermittelten im Jahr 2011 insgesamt 20 speziell eingesetzte Kommissionen der Polizei gegen Einbrecherbanden.

„Ein Einbruch kann jeden treffen. Jeder kann aber auch etwas tun, um einen Einbruch zu verhindern. Jeder kann seine eigenen vier Wände noch besser schützen und noch aufmerksamer sein“, hob Jäger hervor. Deshalb sei es wichtig, bei verdächtigen Beobachtungen die Polizeinummer 110 zu wählen.

„Nur gemeinsam schieben Bürger und Polizei den Einbrechern den Riegel vor.“ Seit 2008 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in ganz Deutschland kontinuierlich gestiegen. In Nordrhein-Westfalen sind fast alle Städte und Gemeinden davon betroffen. „Darauf hat die Polizei reagiert und eine landesweite Strategie entwickelt“, erläuterte Jäger.

Das Konzept ist auf eine verbesserte örtliche Analyse, eine systematische Spurensuche und Spurensicherung sowie der Ausschöpfung aller Fahndungsmöglichkeiten ausgerichtet. Durch tagesaktuelle und landesweite Lageinformationen des Landeskriminalamtes können die Polizeibehörden neue Vorgehensweisen von Tätern oder Einbruchserien frühzeitig erkennen und gegensteuern. Einbrecher kommen nicht nur nachts, sondern oft am helllichten Tag.

„Viele Menschen sind dann nicht zu Hause, sondern am Arbeitsplatz oder „nur mal kurz“ außer Haus. Das sind die Gelegenheiten, die Einbrecher nutzen“, machte Jäger deutlich. „Schlecht gesicherte Türen oder Fenster sind für sie wie eine Einladung. Je sicherer die Riegel vor Türen und Fenstern sind, desto unattraktiver wird eine Wohnung für Einbrecher.“

In rund 40 Prozent der Fälle schaffen es die Täter nicht, die gut gesicherten Türen und Fenster aufzubrechen. Jäger: „Bei der Sicherung der eigenen vier Wände unterstützt und berät die Polizei kostenlos.“

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