Gute Polizeiarbeit trotz Belastung und Personalmangel

5. März 2012 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), lobt die Arbeit der Bayerischen Polizei, die dafür gesorgt hat, dass Innenminister Herrmann bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2011 auch diesmal eine gute Aufklärungsquote präsentieren kann. Die Kriminalstatistik hat aber längst nicht mehr die Aussagekraft wie früher, da der Polizei wegen der dünnen Personaldecke schon seit Jahren die Zeit für den notwendigen Kontrolldruck und vertiefte Ermittlungen fehlt.

Für den DPolG-Vorsitzenden relativieren sich die Zahlen der Kriminalstatistik, weil keine ehrliche Bestandsaufnahme möglich ist. „Durch fehlendes Personal ist die Kontrolldichte zu gering, um das tatsächliche Ausmaß mancher Deliktsbereiche aufzudecken. Vielfach kann hier mangels ausreichender Ressourcen nur an der „Oberfläche gekratzt“ werden,“ sagt Benker.

Zur Bekämpfung des „Teufelskreises“ zwischen Alkohol und Gewalt hat Benker die langjährige Forderung der DPolG zur Einführung eines generellen Verkaufsverbots für Alkohol an Tankstellen und Kiosken zur Nachtzeit zwischen 20 und 6 Uhr bekräftigt. Die Umsetzung scheitert bisher am Streit in der Regierungskoalition. Darüber hinaus hat sich nach Benkers Ansicht die Verkürzung der Sperrzeit auf die Stunde von 5 bis 6 Uhr als falsch erwiesen.

 

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