Einbruchsschutz durch künstliche DNA

5. März 2012 | Themenbereich: Kriminalität, Prävention | Drucken

Zur Verringerung von Wohnungseinbrüchen startete in Bremen November 2009 ein Pilotversuch mit künstlicher DNA. Polizei und Innensenator initiierten unter viel Pressebeteiligung eine kostenlose Verteilung von je 1000 Markierungskits in ausgesuchten Stadtteilen Bremens und Bremerhavens. Große Straßenschilder sowie Aufkleber an Haustüren und Fenstern wiesen auf die Kennzeichnung von Wertgegenständen hin. Nach einem Jahr zog die Polizei Bilanz. Nicht in einer gekennzeichneten Wohnung fand ein Einbruch statt.

Was damals in Bremen begonnen hat, wird mittlerweile in vielen Gegenden umgesetzt, insbesondere in Brandenburg. Aufgrund des häufigen Diebstahls von Autos und Ersatzteilen soll mit künstlicher DNA die Grenzkriminalität zurückgedrängt werden.

Die künstliche DNA ist eine weißliche Flüssigkeit, die ähnlich einem Lack auf Gegenstände aufgebracht wird. Jedes Fläschchen hat einen individuellen DNA-Code. Nach dem Trocknen ist die Kennzeichnung mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Wird die Stelle mit besonderen UV-Taschenlampen angeleuchtet, fluoresziert die Kennzeichnung bläulich. Zusätzliche Microdots mit dem eindeutigen Zahlencode lassen sich unter einem Mikroskop auslesen. Damit fällt es der Polizei wesentlich leichter, bei Kontrollen Diebesgut zu identifizieren und somit Täter zu ermitteln. Sind die markierten Gegenstände in einer Datenbank registriert, können diese dem Eigentümer zugeordnet werden. Zur Grundausstattung eines Markierungs-Kits gehören auch Warnaufkleber für Fenster und Türen. Sie dienen der Abschreckung, damit erst gar nicht eingebrochen wird.

„Anfangs wurden in einigen Artikeln nur oberflächliche Aussagen zur Handhabung der künstlichen DNA gemacht. Das hat mich interessiert und so habe ich mich genauer mit der Thematik befasst“, so Wolfgang Behr. Er hat eine eigene Internetseite www.DNA-Schutz.de erstellt und eingehende Informationen zu diesem Thema veröffentlicht.

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