Richtfest für neue JVA in Bremervörde

2. März 2012 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat heute am Richtfest des Neubaus der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Bremervörde teilgenommen. In seinem Grußwort gratulierte er Bauleuten und Bauherrn zur guten Zusammenarbeit. „Das Richtfest soll die Menschen loben, die hier vor Ort bei Wind und Wetter arbeiten. Dieses Lob spreche ich im Namen der Landesregierung angesichts dessen, was sich seit der Grundsteinlegung im Juni letzten Jahres getan hat, sehr gerne aus.“

Wo Anfang letzten Jahres noch Gebäude der früheren Vörde-Kaserne standen und anschließend mehrere Hügel mit deren Abraum das Bild beherrschten, wurden seit der Grundsteinlegung bereits acht Häuser im Rohbau fertiggestellt. Der Ministerpräsident lobte die gute Zusammenarbeit mit dem privaten Partner des Landes Niedersachsen, der BAM Deutschland AG. „Besonders positiv ist, dass keine Nachforderungen an den Finanzminister gestellt werden. Es gibt also allen Anlass, sich über das bisher Erreichte zu freuen.“

Die neue JVA in Bremervörde schließe nicht nur eine Lücke im flächendeckenden Netz zur heimatnahen Unterbringung von Strafgefangenen. Mit ihr werde zugleich schon in dieser Legislaturperiode das Ziel der Landesregierung erreicht, keinen Gefangenen mehr gegen seinen Willen mit anderen in einem gemeinsamen Raum unterbringen zu müssen. „Niedersachsen setzt im Justizvollzug auf hohe Qualität und auf Sicherheit“, sagte David McAllister.

Auch der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann wies auf den schnellen und bislang reibungslosen Baufortschritt hin. „Wenn alles weiter glatt geht und das Wetter auch weiter mitspielt, werden wir nach gut 18 Monaten Bauzeit vertragsgemäß zum 31. Dezember dieses Jahres die neue Anstalt in den Probebetrieb übernehmen können“, zeigte er sich zuversichtlich. Ziel sei es, eine hochmoderne, architektonisch ansprechende und sicherheitstechnisch angemessene neue Justizvollzugsanstalt in den Betrieb zu geben.

Der Justizminister freut sich, dass es gelungen sei, aus den zu schließenden Einrichtungen in Stade und Cuxhaven den notwendigen Stamm an erfahrenen Beamten zu gewinnen, der für eine neue Anstalt gebraucht wird. „Darüber hinaus bilden wir seit mehr als einem Jahr unsere neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus“, sagte Busemann. Der künftige Anstaltsleiter, Dr. Arne Wieben, sei dabei, über regelmäßige Zusammenkünfte und Mitarbeitergespräche sowie über die Mitarbeit im Aufbauteam das Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, das für den erfolgreichen Betrieb unverzichtbar sei. Mitte des Jahres werde er mit seinem Team nach Bremervörde umziehen und vor Ort die nötigen weiteren Vorbereitungsarbeiten leisten. „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres privaten Partners werden, sobald sie an Bord sind, von unserem Bildungsinstitut theoretisch und durch Hospitation in jeweiligen Partneranstalten des Landes auf das spezielle Arbeitsfeld Justizvollzug vorbereitet“, erläuterte der Justizminister.

Im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Bremervörde gratulierte Bürgermeister Eduard Gummich den Bauherren und Bauleuten. Die neue JVA in Bremervörde mit ihren rund 150 neuen Arbeitsplätzen und den damit verbundenen Einkommen werden den Handel und das Gewerbe stärken. „Wir gehen hier von einem Kaufkraftvolumen von fünf Millionen Euro pro Jahr aus“, sagte Gummich. Er sei sehr froh, dass mit der JVA praktisch in einem Zuge eine Nachfolgenutzung und eine neue Bebauung für das brachgefallene ehemalige Kasernenareal umgesetzt wurde. „Mit großer Freude und Zufriedenheit konnte ich zur Kenntnis nehmen, dass die BAM Deutschland bei der Auftragsvergabe für den Neubau Betriebe aus der hiesigen Region berücksichtigt hat und dabei die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile der Ansiedlung bereits während der Bauphase eingetreten sind“, hob der Bürgermeister hervor. Dafür danke er dem Land Niedersachsen und der BAM Deutschland AG ausdrücklich.

In ihren Dank schlossen alle Redner ausdrücklich die vor Ort tätigen Bauleute ein. Polier Thomas Teschner brachte es mit einem Vers im Richtspruch auf den Punkt:

 

„Was nützt der allerschönste Plan

ohne kräftige Hand, die zupacken kann?

Zimmerer, Maurer, Fertigteilspezialisten,

Tiefbauer, Klempner, Büroartisten,

sie alle trugen dazu bei,

dass der Bau gelungen sei.

Den Männern vom Rohbau floss manchmal der Schweiß

trotz Regen, Sturm und Eis.

Alle kann ich hier nicht nennen.

Zu viele waren noch dabei.

D´rum kann ich eines nur bekennen,

dass man heut´allen dankbar sei.“

 

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