Friedrich, Sarrazin und „BILD“ in rechtspopulistischer Einigkeit

2. März 2012 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„Es ist nicht nur unseriös von Bundesinnenminister Friedrich, Studien in Auftrag zu geben, die offensichtlich nicht den wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Es ist blanker Rechtspopulismus, dass die Bundesregierung durch den Bundesinnenminister „BILD“ die Studie vorab zuschickt und ein negatives Zerrbild konstruieren lässt und durch seine Kommentare noch befeuert. Kein Wunder, dass der Bundesinnenminister lobende Worte von Sarrazin erntet, der selbst mit unwissenschaftlichen und rechtspopulistischen Thesen Stimmung gegen Migranten und Muslime macht“, erklärt die Sprecherin für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dagdelen, mit Blick auf die Debatte um die Veröffentlichung der Studie ‚Lebenswelten junger Muslime in Deutschland‘.

Dagdelen weiter: „Wer eine Woche nach der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nazi-Terrors in Deutschland eine offenbar nicht repräsentative Studie vorlegt und Muslime erneut unter Generalverdacht stellt, ist kein ernstzunehmender Partner im Kampf gegen Rassismus und Rechtspopulismus. Bundesinnenminister Friedrich ist mit seiner Politik nicht Teil der Lösung, sondern Teil des rechtspopulistischen Problems in der Gesellschaft. Er beweist erneut, dass er fehl am Platz ist.

Dass der Innenminister ausgerechnet „BILD“ vorab mit der Studie versorgte, macht seine Absicht deutlich, die Interpretation in Richtung Stimmungsmache zu lenken. Schließlich fällt dieses Blatt immer wieder mit dem Verbreiten und Schüren rechtspopulistischer Vorurteile auf. Wenn dafür mit regierungsamtlichem Siegel auch noch Wissenschaft und Forschung missbraucht werden, wird der Bundesinnenminister endgültig zur Gefahr für das Miteinander in unserer Gesellschaft. “

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