„Wohnen, Umwelt und bauliche Sicherheit“

2. März 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) mit einer repräsentativen Telefonbefragung beauftragt, die sich mit der baulichen Situation der Bevölkerung in Hinblick auf Katastrophenfälle befasst. In den Monaten März und April werden bundesweit 2.000 Personen mithilfe von zufallsgenerierten Telefonnummern befragt. Das Telefoninterview dauert zirka 12 Minuten.

Das BBK bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mithilfe.

Nachdem sich bei einer Umfrage der R+V-Versicherungen im September 2011 ergeben hat, dass bei den Ängsten der Deutschen die Naturgefahren an zweiter Stelle stehen (knapp hinter den Befürchtungen sich erhöhender Lebenshaltungskosten) wird vom BBK jetzt die tatsächliche und die subjektiv empfundene bauliche Sicherheit in Wohnungen, Arbeitsstätten, bei Freizeitanlagen und im öffentlichen Raum, wie Fußgängerzonen oder Geschäftspassagen, repräsentativ erhoben.

Dabei wird beispielsweise gefragt, wie sicher sich der Anrufer in seiner Umgebung in Hinblick auf Gebäude und bauliche Anlagen fühlt, ob er bereits von einem extremen Naturereignis betroffen war und welche Informationen über Schutzmaßnahmen er für besonders wichtig hält. Auch praktische Erfahrungen werden erfragt: Sind beispielsweise nach einem Ereignis auch tatsächlich bauliche Maßnahmen umgesetzt worden oder wie hoch ist die Bereitschaft, für baulichen Sicherheitsgewinn, wie es durch Nachrüstung möglich ist, etwas zu investieren.

Nach der Auswertung durch „infas“ sollen im BBK zusätzliche bauliche Maßnahmen entwickelt werden, die zum Beheben von Schwachstellen im Gebäude geeignet sein können. Das wird nicht nur Schutzmaßnahmen gegen Sturm oder Orkane beinhalten, sondern es werden auch Möglichkeiten entwickelt, wie mit wirksamen, präventiven Maßnahmen Schäden bei Sturzfluten vorgebeugt werden können.

Die Projektgruppe „BauProtect“ im BBK, die sich speziell mit dem baulichen Bevölkerungsschutz und den baulichen Schutz kritischer Infrastrukturen befasst, untersucht, wie die vorhandene und zukünftige Bausubstanz den modernen Gefährdungen angepasst werden kann. Nicht nur die Auswirkungen von häufigen Naturgefährdungen, werden dabei untersucht.

Der perspektivische Ansatz der Projektgruppe reicht dabei weit über den so genannten „Tellerrand“ hinaus: So werden nicht nur lang andauernde Kälte- oder Hitzeperioden und deren Auswirkungen auf Gebäude und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung mit einbezogen, sondern es wird auch ein potenzieller, längerer Ausfall von Energie- und Versorgungsstrukturen aufgrund von Naturereignissen berücksichtigt, indem zukunftsweisende Technologien erforscht, Techniken entwickelt und Innovationen erprobt werden.

Im Verbund mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fließen über ein „Expertennetzwerk-Bau“ alle Bereiche baulicher Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene in die Arbeit der Projektgruppe ein.

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