Menschenverachtende Gewalt und Diskriminierung ächten

1. März 2012 | Themenbereich: Berlin, Innere Sicherheit, Rechtsextremismus | Drucken

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin, Dilek Kolat, hat sich angesichts des Anstiegs der rechten Gewalt besorgt geäußert: „Gewalt aus menschenverachtenden Motiven gefährdet den sozialen Frieden und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft in besonderer Weise. Für Staat und Zivilgesellschaft bleibt die Herausforderung, überall dort zu intervenieren, wo Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus öffentlich verbreitet werden.“ Die aus dem Berliner Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus geförderte Opferberatungsstelle ReachOut hatte für das Jahr 2011 insgesamt 158 extrem rechts, rassistisch, antisemitisch und homophob motivierte Angriffe in Berlin ermittelt.

In den gegenwärtigen Verhandlungen zum Haushalt des Berliner Senats setzt sich Senatorin Kolat für eine Beibehaltung des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in gleicher Finanzierungshöhe wie im Vorjahr ein. Dies sei notwendig, um beispielsweise Opfern rechter Gewalt weiterhin gezielt und fachgerecht helfen zu können, so Kolat. Ebenso sollen die demokratischen Initiativen gegen Rechtsextremismus von Vereinen und Ämtern weiterhin durch Mobile Beratungsangebote unterstützt werden.

„Allen Anstrengungen zum Trotz werden Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in absehbarer Zeit Herausforderungen bleiben“, so Dilek Kolat. „Das Problem lässt sich eingrenzen, wenn man einen langen Atem hat und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus hohe Priorität einräumt. Wichtig ist, den Opfern der Gewalt unseren Beistand und unsere Solidarität zukommen zu lassen – sobald es zu Gewaltvorfällen kommt. Ebenso wichtig bleibt die öffentliche Ächtung aller Gewalt und jeglicher Diskriminierung.“

 

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.