Landespolizeipräsidium nimmt Dienstbetrieb auf

1. März 2012 | Themenbereich: Polizei, Saarland | Drucken

Mit einem Festakt im Saarbrücker Schloss nimmt das neue Landespolizeipräsidium (LPP) am Donnerstag offiziell seine Arbeit auf. Dort werden künftig die Aufgabenbereiche der bisherigen Polizeibehörden – Landespolizeidirektion und Landeskriminalamt – zusammengeführt.

In diesem Rahmen ernannte Innenminister Stephan Toscani Polizeidirektor Norbert Rupp zum Landespolizeipräsidenten und Polizeidirektor Hugo Müller zum Landespolizeivizepräsidenten.

„Ich freue mich, dass das Landespolizeipräsidium heute in den Dienstbetrieb geht“, so Innenminister Stephan Toscani. „Dies ist möglich dank der kompetenten und intensiven Arbeit der Arbeits- und der Koordinierungsgruppe „Polizei 2020“, die in den vergangenen Monaten die neue Polizeistruktur entwickelt und umgesetzt hat.“

Minister Stephan Toscani hatte die Arbeitsgruppe aus Polizeiexperten am 30. Juni 2010 eingerichtet und damit beauftragt, Re-formvorschläge für eine Neustrukturierung der Vollzugspolizei zu erarbeiten. Die Notwendigkeit einer solchen Reform ergibt sich aus den absehbaren Rahmenbedingungen, wie u. a. neuen, zusätzlichen Aufgaben für die Polizei (z. B. Internetkriminalität), der Personalentwicklung und der Schuldenbremse. Als Vorgabe für die Erarbeitung nannte der Innenminister drei wichtige Eckpfeiler: Den Erhalt der Polizeipräsenz in der Fläche, eine verlässliche und nachhaltige Personalentwicklung sowie den bedarfsorientierten Personaleinsatz in den einzelnen Dienststellen.

„In der neuen Organisation des Landespolizeipräsidiums können diese Vorgaben umgesetzt werden“, so Stephan Toscani. So bleiben alle Dienststellen im Land erhalten. „Die Polizeipräsenz ist rund um die Uhr gesichert, auch wenn nicht mehr jede Inspektion 24 Stunden besetzt ist. Flache Hierarchien, klare Strukturen und der Einsatz moderner Technologie – vor allem in Form der Führungs- und Lagezentrale – ermöglichen es, das hohe Maß an Sicherheit für die Menschen im Saarland zu erhalten.“

Polizeidirektor Norbert Rupp wird das Polizeipräsidium in Zukunft leiten, Polizeidirektor Hugo Müller wurde von Minister Stephan Toscani zum Vizepräsidenten ernannt. Beide haben durch ihre Mitarbeit in der Expertengruppe „AG 2020“ maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der neuen Struktur beigetragen. Stephan Toscani: “Mit Norbert Rupp und Hugo Müller haben wir zwei kompetente, erfahrene Polizeibeamte an der Spitze des Präsidiums. Für die vor ihnen liegende neue Aufgabe wünsche ich den beiden, aber auch allen anderen Mitarbeitern, viel Erfolg!“

 

„Ich bin froh und stolz zugleich“, so Landespolizeipräsident Nor-bert Rupp in seiner Rede. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Nach vielen verschiedenen Führungstätigkeiten in den vergangenen 25 Jahren kommt mit dem neuen Amt nun eine besondere Verantwortung und auch Herausforderung auf mich zu. Ich freue mich darauf, das Landespolizeipräsidium, an dessen Entwicklung ich mitarbeiten durfte, nun verantwortlich mit Leben erfüllen zu dürfen. Für die Mitarbeiter bedeutet es: Die Entwicklung der einzelnen Polizeidienststellen bis zum Jahr 2020 ist grob skizziert.“ Norberts Rupps Leitsatz für seine Arbeit: “Wenn Polizei gebraucht wird, ist Polizei da.“

„Nach annähernd 14 Jahren Vorsitz in der Gewerkschaft der Polizei im Saarland beginnt nun für mich ein neuer dienstlicher Lebensabschnitt“ sagte Hugo Müller. „Der damit verbundenen Herausforderung stelle ich mich gerne. Geprägt durch die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre, will ich nun selbst den Erwartungen gerecht werden, die ich bislang von Führungskräften eingefordert habe. Angesichts der absehbaren Entwicklung bei den personellen und materiellen Ressourcen wird uns mehr als ein Kraftakt abverlangt werden. Im Wissen um die Schwierigkeiten bei der Bewältigung dieser Aufgaben, wird es besonders wichtig sein, die Beschäftigten der saarländischen Polizei auf diesem Weg mitzunehmen. Entsprechend meiner Grundüberzeugung blicke ich auch heute zuversichtlich in die Zukunft.“

Hintergrund:

Das Landespolizeipräsidium (LPP) besteht aus der Behördenleitung mit dem zugeordneten Präsidialstab, den Direktionen LPP1 bis LPP 4 als landesweit zuständige zentrale Stellen und den 20 Polizeiinspektionen. Die 20 Polizeiinspektionen sind nach dem Mehr-Linien-Prinzip an die 4 Direktionen angebunden.

In der Direktion LPP 1 finden sich operative Dienststellen mit landesweiter Zuständigkeit im Bereich Gefahrenabwehr und Einsatz (z.B. Führungs- und Lagezentrale, Zentraler Verkehrsdienst, Diensthundestaffel etc.).

Die Direktion LPP 2 „Kriminalitätsbekämp-fung/Landeskriminalamt“ ist zuständig für die zentrale und de-zentrale Bekämpfung der Kriminalität im Saarland.

 

Die Direktionen LPP 3 und LPP4 beschäftigen sich mit Personalangelegenheiten der Aus- und Fortbildung und den Bereichen Technik und Logistik.

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