Kriminalpolizei gemeinsam gestalten

29. Februar 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Der BDK hatte bereits am 17.01.2012 Innensenator Neumann die Überlegungen zu einer Neuorganisation der Hamburger Kriminalpolizei vorgelegt. Am gestrigen Montag nahm der geschäftsführende Landesvorstand des BDK die Gelegenheit wahr, in einer mehrstündigen Gesprächsrunde das BDK-Konzept mit den Mitgliedern des Projektes zur Modernisierung der Polizei (ProMod2012) eingehender zu vertiefen.

Mit dem Konzept zeigt der BDK Optimierungsmöglichkeiten zu einer effizienteren und effektiveren Wahrnehmung kriminalpolizeilicher Aufgaben und zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den geringer werdenden finanziellen Ressourcen unserer Stadt auf. Der BDK ist der Auffassung, dass neben der Forderung nach dem zur Aufgabenerfüllung notwendigen Personal auch eine intelligente Organisation gefunden werden muss, in der das Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern ist, um den Anforderungen einer stetig komplexer werdenden Kriminalitätsstruktur gerecht zu werden.

Aus Sicht des BDK wurde in der Entwicklung der Hamburger Kriminalpolizei in den letzten Jahren deutlich, dass für die derzeitige Organisation der Kriminalpolizei dringender Optimierungsbedarf besteht. Darin stimmen BDK und die Mitgliedern des Projektes auch überein.

Die Defizite in der Organisation der Kriminalitätsbekämpfung spiegeln sich nicht zuletzt in der mittlerweile schlechtesten Aufklärungsquote aller Bundesländer wider. Zudem kann in der jetzigen Organisationsform der Fürsorgeaspekt für die in der Kriminalitätsbekämpfung tätigen Kolleginnen und Kollegen nicht ausreichend gewürdigt werden, was auch durch einen ständig steigenden Krankenstand deutlich wird.

Die Auffassung des BDK, dass für Hamburg eine einheitliche Leitung der gesamten Kriminalpolizei das Optimum darstellt, hat sich nicht geändert. Nur so ist zu gewährleisten, dass die Bearbeitung der Alltags- und der besonderen Kriminalität sowie Sonderlagen und Schwerpunktsetzungen im Zusammenhang mit den vorhandenen Ressourcen bestmöglich miteinander abgestimmt werden können.

Eine Anpassung der Organisation im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung hätte eine leistungsfähigere Kriminalpolizei zur Folge; leistungsfähiger, um den polizeilichen Gesamtauftrag zu erfüllen, leistungsfähiger für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, leistungsfähiger im täglichen Zusammenspiel mit den Kolleginnen und Kollegen der Schutz- und Wasserschutzpolizei, aber auch mit anderen Behörden, wie beispielsweise der Justiz, den Jugendämtern und den Sozialämtern.

In vielen Punkten herrscht bereits Übereinstimmung zwischen BDK und ProMod2012, was zuversichtlich für den weiteren gemeinsamen Weg stimmt. So konnten in einigen Bereichen schon recht detailliert und weitreichend einzelne Problemfelder herausgearbeitet und diskutiert werden.

Zwischen der Projektgruppe und den BDK-Vertretern wurde vereinbart, in einem ständigen Austausch zu bleiben. Projektleiter Bernd Krösser bat darum, dass sich der BDK bei der weiteren Ausgestaltung dieser konzeptionellen Überlegungen auch zukünftig intensiv einbringen möge. Das werden wir auch sehr gerne tun!

 

Quelle: BDK Hamburg

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