Ein falsches Spiel der GdP

29. Februar 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Erneut werden bewusst falsche Informationen an junge Kolleginnen und Kollegen weitergegeben. Nach den Falschmeldungen zu den „Direktversetzungen“ nun hier einige neuerliche Versuche.

So heißt es:

„Niemand in der Polizei, der sachlich und fachlich mit dem Thema umgeht, will die sogenannte Y-Ausbildung! Der BDK befürwortet sie, die GdP nicht. Jeder Polizeibeamte sollte eine mehrjährige Verwendung im ESD vorweisen, um die Polizei richtig zu verstehen, da ihm sonst der Erfahrungsschatz für eine professionelle Sachbearbeitung fehlt. Jede/r Absolvent/in hat die BePo zu durchlaufen.“

Fakt ist, dass es richtigerweise bei der niedersächsischen Polizei das Bachelor-Studium gibt. Dies erfolgt auf Basis des „Bologna-Abkommens“ mit einer gewollten Y-Ausbildung!

Ein solches Studium macht überhaupt keinen Sinn, wenn man nach der Abschlussprüfung erst mehrere Jahre darauf warten muss, um nach dem ehemals gewählten Schwerpunkt eingesetzt werden zu können. Wie sollen die stark überalterten Ermittlungsbereiche verjüngt werden, wenn nicht mindestens 50 Absolventen der Polizeiakademie direkt dorthin versetzt werden? Nur die Mischung aus Akademieabsolventen, Direktzugängen der ZPD und den ESD’en macht den erfolgreichen Mix aus Ermittlerinnen und Ermittlern aus.

An alle „Hardliner“ aus der GdP:

„Hört endlich auf, Euch gegen die ermittelnden Bereiche und damit die Kriminalpolizei und den BDK zu stellen! Es macht keinen Sinn und so verliert Ihr bei den Kolleginnen und Kollegen in den Ermittlungsbereichen auch noch das letzte Vertrauen.“

Quelle: BDK Niedersachsen