Deutsche Experten beraten China in der Notfallplanung

29. Februar 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Seit 2009 ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ebenso wie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) Partner im „Sino-German Disaster Risk Management Project“, das federführend von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Chinesischen Verwaltungsakademie (CAG) durchgeführt wird.

Ziel des Projektes ist es, das Risiko- und Katastrophenmanagement in der Volksrepublik China sowohl auf dem Gebiet der Prävention und Vorsorge als auch auf dem Gebiet der Bewältigung von Katastrophen mit deutscher Unterstützung zu verbessern. Zum wiederholten Male haben nun deutsche Risiko- und Krisenmanagement-Experten aus dem BBK sowie von anderen öffentlichen Einrichtungen unter Leitung von Dr. Wolfram Geier die GIZ vor Ort unterstützt und im Februar 2012 Workshops an ausgewählten Pilotstandorten zur Optimierung der Notfallplanung durchgeführt. Diese Workshops in der südchinesischen Provinz Guangdong sowie in der Regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing folgten auf die bereits mit Erfolg im Jahr 2011 durch GIZ und BBK angebotenen Veranstaltungen zur Anlage und Durchführung von Risikoanalysen und Risikobewertungen in denselben Regionen.

Schwerpunkte der Workshops waren Vorträge und Fachdiskussionen zur Struktur und Organisation der Notfallplanung in Deutschland, zum Risiko- und Krisenmanagement in Unternehmen Kritischer Infrastrukturen, zur Notfall-, Alarm- und Einsatzplanung am Beispiel Berlins, zum Risiko- und Krisenmanagement der Bodensee-Trinkwasserversorgung sowie zum vorbeugenden und abwehrenden Hochwasserschutz am Rhein und der Stadt Köln.

Im Rahmen von Exkursionen erhielten die deutschen Experten u.a. anschauliche Informationen über die Schutzvorkehr und die Notfallplanung in chinesischen Infrastruktureinrichtungen, beispielsweise des Tiegang Wasserreservoirs bei Shenzhen (Guangdong) und der Wassergewinnungsanlage im Majiagou Reservoir im Jiulongpo-District in Chongqing.

Besonders beeindruckt zeigte sich die deutsche Delegation beim Besuch des für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ausgerichteten Selbstschutz- und Selbsthilfe Lern- und Trainingszentrums in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole Shenzhen. In einem ehemals leer stehenden Fabrikgebäude wurde mit einem hohen Kostenaufwand der Kommune auf fünf Etagen ein Selbstlern-, Simulations- und Trainingszentrum für die Bevölkerung eröffnet, das mit modernster Technik Besuchern nachhaltig das Erkennen von Gefahren und den richtigen Umgang damit lehrt. Die Evaluierungen der jetzt durchgeführten Workshops zeigten wiederum eine eindeutig positive Bewertung. Fortgesetzt wird das Projekt nun mit intensiven Einzelberatungen zu speziellen Notfall- und Einsatzplänen sowie mit der Anlage von Übungen.

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.