Berlin – Hauptstadt der Unfallflucht?

28. Februar 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die heute von der BZ veröffentlichten Zahlen zur Unfallflucht in Berlin sind nach Ansicht der DPolG Berlin nicht hinnehmbar. Wenn sich im Jahr 28.578 Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort entfernen, dann droht eine gefährliche gesellschaftliche Trendwende. Denn es geht nicht nur um Blechschäden, sondern auch um Unfallopfer, die am Straßenrand einfach ihrem Schicksal überlassen werden. Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin: „78 Fluchten am Tag sprechen eine deutliche Sprache. Wir müssen einer Verwahrlosung der Verkehrsmoral massiv entgegen wirken!“.

Neben einem deutlichen Strafmaß in Gerichtsurteilen gehören auch aufmerksame Zeugen und eine neu aufgestellte intensive Öffentlichkeitsarbeit dazu. Es ist auch Aufgabe der Polizei, dieses Thema noch stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Pfalzgraf: “ Wir erleben jetzt die Auswirkungen des jahrelangen Personalabbaus in der Polizei. Unsere Fluchtkommandos sind personell ausgedünnt und kaum noch handlungsfähig – trotzdem kämpfen meine Kollegen jeden Tag gegen die eiskalten Täter.“

Um deutliche Zeichen zu setzen, sollte nach Ansicht der DPolG die Möglichkeit der Beschlagnahme der Tatfahrzeuge wesentlich intensiver geprüft werden. Wenn dem Täter regelmäßig sein Auto weggenommen wird, dann spricht sich das schnell herum.

 

 

 

 

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