Zahl der Verkehrstoten 2011 erschreckend

24. Februar 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Als noch schlimmer als befürchtet, hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentliche Zahl der Verkehrstoten 2011 bezeichnet. Die Steigerung von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3.991 Tote ist ein erschreckendes Signal.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Der Krieg auf den Straßen muss aufhören. Wir müssen insgesamt zu einer flächendeckenden Verkehrsberuhigung kommen und den Verkehrsteilnehmern wieder ins Bewusstsein rufen, wie lebenswichtig rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr ist.

Die Polizei leistet in der Verkehrssicherheitsarbeit ihr Bestmögliches und bekennt sich uneingeschränkt zum Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Aber die Polizei vermag auch nichts Übermenschliches. Der Abbau von Personal gerade auch in den Bundesländern, wo die Zahl der Verkehrstoten überdurchschnittlich gestiegen ist, ist der falsche Weg.

Um die Zahl der Verkehrstoten dauerhaft zu senken, muss der Druck auf die Verkehrsteilnehmer, die sich rücksichtslos verhalten, steigen. Dazu gehört die direkte Ansprache durch die Polizei, die dafür künftig ausreichend Personal benötigt. Dazu gehören mehr Geschwindigkeitsüberwachungen und vor allem auch die Möglichkeit, dort, wo ein Fahrer bei Verkehrsverstößen nicht ermittelt werden kann, den Halter des Fahrzeugs in Haftung zu nehmen. Das ist in anderen europäischen Ländern bereits möglich und zeigt dort auch Erfolge.“

 

 

 

 

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